Bad Kleinen : Auf dem Weg zum Aushängeschild

So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen.
So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen.

Pläne für Mühlenquartier Bad Kleinen nehmen Gestalt an: Erste Bauanträge sind gestellt und sollen bis April genehmigt werden.

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05. Dezember 2019, 19:00 Uhr

Im April soll sie vorliegen, die Baugenehmigung für das Mühlenquartier Bad Kleinen. „Ich rechne damit“, erklärt Egon Flemming, Eigentümer des 2,7 Hektar großen Geländes der ehemaligen Elektromühle. Vor wenigen Tagen hat er alle für den Antrag erforderlichen Unterlagen beim Kreisbauamt Nordwestmecklenburg eingereicht. Sie betreffen den Um- und Ausbau des Kornspeichers sowie den Neubau der ersten von zwei vorgesehenen Tiefgaragen, die neben dem Südgiebel des alten Mühlengebäudes entstehen soll.

So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen.
Grafik: Visu
So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen.
 

„Wir planen dann, ab Mitte 2020 mit den Arbeiten beginnen zu können und rechnen damit, nach 24 Monaten damit fertig zu sein“, so Flemming. Insgesamt sollen in dem unter Denkmalschutz stehenden Silo im Betonschalenbau aus dem Jahr 1964 auf neun Etagen 41 Eigentumswohnungen entstehen – nach ihrer Fertigstellung für durchschnittlich 3700 Euro pro Quadratmeter zu erwerben. Ein stolzer Preis, wie auch der Investor zugibt. „Es sind eben exklusive Wohnungen in einem besonderen Gebäude“, sagt er.

Schweriner See nur einen Steinwurf entfernt

Eine mögliche Aussicht über die Landschaft bis nach Schwerin oder Wismar inklusive. Und außerdem kämen ja noch etliche weiche Standortfaktoren hinzu, die dieses Wohnquartier attraktiv machen: Das Ufer des Schweriner Sees mit einer Marina ist nur einen Steinwurf weit entfernt, Versorgungseinrichtungen sind bequem zu Fuß zu erreichen, und durch eine gute Bahn- und Straßenanbindung ist man in wenigen Minuten in Schwerin, Wismar, Lübeck, Rostock oder Hamburg.

So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen.  Grafik: Visu
So soll es einmal aussehen: Das Mühlenquartier auf dem 2,7 Hektar großen Gelände der ehemaligen Elektromühle. Der Investor plant dort 41 Wohnungen. Grafik: Visu
 

„Eine weitere Besonderheit ist die im Souterrain eingerichtete Wellness- und Saunalandschaft mit elf mal sechs Meter großem Schwimmbecken.“ Argumente, die ihre Wirkung nicht zu verfehlen scheinen: Aktuell sind bereits acht Wohnungen fix vergeben, für die restlichen 33 gibt es 125 Interessenten, so Flemming, der mittlerweile seinen Firmensitz von Wismar nach Bad Kleinen verlegt hat, ins ehemalige Verwaltergebäude des denkmalgeschützten Mühlenensembles.

Für Bewohner Gemeinde und Gäste nutzbar

Das Mühlenquartier soll nach und nach entwickelt werden. Nach dem Kornspeicher und der ersten Tiefgarage ist das historische Mühlengebäude dran. Hier ist der Wunsch, unter anderem Kleingewerbe anzusiedeln und einen großen Raum für Veranstaltungen zu etablieren. Dieser fügt sich ebenso in das Konzept ein, wie die Wellness- und Saunalandschaft im Kornspeicher und das im weiteren Verlauf gestaltete Mühlenforum, eine Freifläche für Veranstaltungen – das alles wird für die Bewohner der Gemeinde und ihrer Gäste nutzbar sein.

So findet am kommenden Sonnabend zum ersten Mal der Adventsmarkt des Heimatvereins auf dem Gelände statt. „Wir sind auf Herrn Flemming zugegangen und haben ihn gefragt, ob es hier möglich wäre, unsere Veranstaltung durchzuführen. Er hat sofort ja gesagt“, berichtet Vorstandsmitglied Hannelore Voß. In den zurückliegenden Jahren fand der Adventsmarkt immer auf der Festwiese an der Regionalen Schule statt, doch die ist mittlerweile verkauft, dort wird ein Senioren-Wohnprojekt entstehen.

Entwicklung des Mühlenquartiers bis 2027

Egon Flemming stellt sowohl die Freifläche vor dem Mühlengebäude als auch Räumlichkeiten darin kostenlos zur Verfügung. Hier werden an dem Tag eine Reihe von Ständen, zehn davon Kunstgewerbe, zu finden sein. Der Adventsmarkt beginnt um 14 Uhr mit einem kleinen Programm der Kita Bad Kleinen, im Anschluss folgt eine Zaubershow. Ist beides vorbei, betritt der Weihnachtsmann die Szenerie. „Ein Höhepunkt wird definitiv das Karussell sein. Damit können die Kinder kostenlos fahren“, verrät Andreas Kelch vom Heimatverein.

Die Entwicklung des Mühlenquartiers wird von den Einwohnern mit Spannung verfolgt. Viele wünschen sich, dass es ein Erfolg und zu einem neuen Aushängeschild Bad Kleinens wird. Mit dem Umbau der restlichen historischen Gebäude und der Errichtung neuer Wohnhäuser soll die Entwicklung des Areals dann 2027 abgeschlossen sein.

Stellen gemeinsam die Weichen für einen Adventsmarkt auf dem Mühlengelände: Investor Egon Flemming, Hannelore Voß und Andreas Kelch vom Heimatverein (von links).
Täufel
Stellen gemeinsam die Weichen für einen Adventsmarkt auf dem Mühlengelände: Investor Egon Flemming, Hannelore Voß und Andreas Kelch vom Heimatverein (von links).
 
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