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Lokales

24. November 2017 | 13:58 Uhr

Schwerin hat Platz für Wohnmobile

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2010 | 08:31 Uhr

Schwerin | Gute Nachricht für alle Wohnmobil-Touristen, die im kommenden Jahr Schwerin ansteuern wollen: "Die vorhandene Stellplatzkapazität reicht aus für die bevorstehende Saison", sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke).

Sie sollte der Kommunalpolitik eigentlich bis zur jüngsten Sitzung der Stadtvertretung "eine endgültige und verbindliche Planung" vorlegen, "an welchen Standorten Flächen ausgewiesen werden, die für die Ent wick lung als Wohnmobilstellplatz durch private Betreiber geeignet sind". Das hat die Verwaltungschefin zwar nicht gemacht und damit formell gegen den Auftrag verstoßen. Allerdings hat sie eine Sachstandsanalyse vorgelegt, aus der hervorgeht, dass die Kapazität weitaus besser ist als im Buga-Jahr, wo Wohnmobile an den Toren der Stadt abdrehen mussten.

Es entsprechen aber längst nicht alle Stellplatzangebote den Anforderungen, die ein Caravan-Urlauber hat. Die Stellplätze für Wohnmobiltouristen, die die Stadt über den Nahverkehr auf dem Parkplatz Altstadt an der Werderstraße vorhält, sind beispielsweise nur zum Parken gedacht. Wasser- und Stromversorgung sucht der fahrende Urlauber dort ebenso vergeblich wie eine Möglichkeit, das Chemo-WC zu leeren.

Ebenso sieht es auf dem Parkplatz am Hauptbahnhof aus, den ebenfalls der Nahverkehr bewirtschaftet, und auf dem Parkplatz an der Kongresshalle. Die reinen Parkflächen entsprechen zwar nicht in Gänze den gewünschten Anforderungen an einen Wohnmobilstellplatz, sind aber aufgrund ihrer zentralen Lage von Bedeutung, bilanziert die OB.

Die privaten Betreiber von Stellplätzen bieten dagegen einen Großteil des gewünschten Service - oder ein Komplettangebot. Im Awo-Feriendorf Mueß bleiben nahezu keine Wünsche offen: Müllentsorgung, Abwasserentsorgung, Strom- und Wasserversorgung, Dusche, WC - alles ist vorhanden. Ähnlich sieht es in der Freizeitanlage Kaspelwerder aus, bei der Marina Nord am Heidensee und beim Schweriner Segler-Verein von 1894. Hier lässt sich sogar - dank der jahrelangen Erfahrungen mit Wassertouristen - auch die Chemo-Toilette säubern.

Die Awo Mueß, Kaspelwerder und Marina Nord bieten jeweils 10 bis 20 Stellplätze an. Der Betreiber der Marina Nord plant laut Gramkow, seine jetzt auf dem Gelände befindlichen Stellplätze auf eine Teilfläche eines städtischen Grundstückes zu verlegen und gleichzeitig die Kapazität zu erhöhen auf rund 30 Stellplätze. Es sollen zudem ein Sanitärgebäude errichtet und die üblichen Ver- und Entsorgungsleistungen angeboten werden. Ein entsprechender Bauantrag sei in Vorbereitung.

Perspektivisch plant die Stadt, das Areal des alten Klärwerks Bornhövedstraße wassertouristisch zu entwickeln und dort auch Stellplätze für Wohnmobilisten anzubieten.

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