zur Navigation springen
Lokales

20. November 2017 | 20:17 Uhr

Schweinegrippe: Kein bestätigter Fall

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2011 | 07:59 Uhr

Prignitz | Die Meldungen über Erkrankungen an Neuer Influenza (Schweinegrippe) und über Todesfälle häufen sich. Die Prignitzer Amtsärztin Catrin Goltz konnte in dieser Woche insofern Entwarnung geben, als dass im Landkreis - entgegen anders lautender Medienberichte - bislang keine Schweinegrippefälle bekannt seien. "In der Westprignitz und im angrenzenden Mecklenburg beobachten wir allerdings eine erhöhte Infekt häufigkeit. In den meisten Fällen handelt sich jedoch sehr wahrscheinlich nicht um das Schweinegrippevirus", so Goltz. Seit November 2009 sind H1N1-Infektionen (Schweinegrippevirus) nicht mehr meldepflichtig. Ärzte müssen die Gesundheitsämter über derartige Infektionen nur noch dann informieren, wenn Labornachweise vorliegen.

"Infekte der oberen Atemwege treten in der Wintersaison und speziell bei der aktuellen Wettersituation mit schwankenden Außentemperaturen vermehrt auf. Sie werden häufig durch verschiedene Viren verursacht, teilweise auch durch den Erreger der Neuen Influenza", erläutert die Medizinerin. Die Übertragung aller Erkältungsviren geschehe auf ähnliche Weise. Eine Ansteckung erfolge über Tröpfchen, die entweder direkt beim Sprechen, Husten und Niesen in die Atemwege der Kontaktperson gelangen oder in der Luft schwebend übertragen werden. Die Übertragung durch mit Viren verunreinigte Hände sei ebenfalls möglich, sagt Catrin Goltz und fügt an, dass bei weitem nicht alle Infekte komplikationslos verlaufen: "Beginnen Erkrankungen sehr plötzlich mit Fieber, Husten, Muskel- beziehungsweise Kopfschmerzen und zeigen sich Schwäche, Schweißausbruch und Halsschmerzen, sollte man unbedingt den Hausarzt aufsuchen, um schweren Verlaufsformen entgegenzuwirken", empfiehlt sie. Am besten schütze eine Impfung gegen Influenzaviren. Die saisonale Grippe immunisierung, so Goltz, böte in diesem Winter auch Schutz gegen den Schweinegrippe erreger. "Man kann sich den Pieks jetzt noch beim Hausarzt, einigen Fachärzten und im Gesundheitsamt verabreichen lassen." Die Weltgesundheitsorganisation hatte das aktuelle Serum mit Schweinegrippeschutz empfohlen, "weil abzusehen war, dass der gleiche Erreger auch in diesem Winter wieder sein Unwesen treiben wird." Die Impfwilligkeit, so die Amtsärztin, habe sich im Vergleich zu vorangegangenen Jahren nicht verändert. "Aus meiner Sicht sind es nicht mehr, aber auch nicht weniger Leute geworden, die sich impfen lassen", sagt Catrin Goltz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen