Schule blickt zurück und nach vorne

Zum Jubiläum gab es gestern für die Schüler knifflige Aufgaben und Sport. Hier knobelt Florian Wilk  an seiner Würfelaufgabe. Sieglinde Seidel
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Zum Jubiläum gab es gestern für die Schüler knifflige Aufgaben und Sport. Hier knobelt Florian Wilk an seiner Würfelaufgabe. Sieglinde Seidel

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30. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Güstrow | Mit einem zweitägigen Festprogramm feierte jetzt die Thomas-Müntzer-Schule ihr 30-jähriges Bestehen am Standort in der Güstrower Wendenstraße. Eine Thomas-Müntzer-Schule gibt es bereits seit 1949 in Güstrow. "Damals war es eine Grundschule in der Langen Stege, die dann mit der Goetheschule fusionierte", erinnert sich Schulleiterin Manuela Siegesmund. 1961 wurde die Thomas-Müntzer-Schule neu gegründet, damals in der Langen Stege. 1980 zog sie in den damaligen Schulneubau in der Wendenstraße. Die Räume des heutigen Reuter-Hortes gehörten ursprünglich mit zur Schule dazu.

Heute besuchen knapp 300 Schüler der Klassen fünf bis zehn der Thomas-Müntzer-Schule, werden von 32 Lehrkräften unterrichtet. Der Containerbau, der Anfang der 1990er-Jahre für die Schule auf das Gelände nur "vorrübergehend" gesetzt wurde, wird noch immer genutzt. "Perspektivisch muss aber eine Lösung gefunden werden", so Manuela Siegesmund, die sich derzeit erst mal über die neuen Fenster freut. Nach 30 Jahren wurden diese über die Sommerferien in dem Schulgebäude eingebaut.

Besonderes Augenmerk in der inhaltlichen Arbeit der Schule wird auf die Unterrichtsentwicklung sowie auf die Berufsfrühorientierung gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt ist seit zwei Jahren der Bildungsgang "Produktives Lernen". Schüler, die hier ihre Berufsreife erreichen wollen, gehen an drei Tagen in Betrieben arbeiten und haben an zwei Tagen Unterricht. "Es ist gut für die Schüler, die mehr Zeit benötigen, um eigene Ideen zu entwickeln", erklärt Doris Keil. Die 53-Jährige ist bereits seit 1987 Lehrerin an der Schule. Nun unterrichtet sie auch Schüler beim "Produktiven Lernen" und ist begeistert von den Möglichkeiten. Die Schüler würden sich bei dieser Unterrichtsform oftmals sehr gut entwickeln. "Manch einen erkennt man nach einem Jahr kaum wieder. Sie blühen förmlich auf", sagt sie.

An kaum einer Schule geht es noch ohne Verein. Der Förderverein "Freunde der Thomas Müntzer-Schule" hat sich 1995 gegründet. Nach einem Museumsführer konnte mit Hilfe des Vereins nun auch ein Schlossführer mit Kindern erarbeitet werden. Darüber freut sich die Vorsitzende Manuela Losch. Er soll bald vorgestellt werden und dann auch käuflich zu erwerben sein.

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