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Dreiteiliges Konzept soll Verein aus dem Minus helfen : Schulden: So will Rostock Hansa retten

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Der Rettungsplan für den finanziell angeschlagenen FC Hansa steht. Mit einem Immobiliengeschäft, einer 750.000-Euro- Finanzspritze und einem Schuldenerlass will die Hansestadt Rostock dem Verein unter die Arme greifen.

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 12:15 Uhr

Der Rettungsplan für den finanziell angeschlagenen Fußballverein FC Hansa steht. Mit einem Immobiliengeschäft, einer 750 000-Euro- Finanzspritze und einem Schuldenerlass will die Hansestadt Rostock dem Traditionsverein unter die Arme greifen. Über den ersten Teil des Plans, den Rückkauf des Erbbaurechts für das Trainingszentrum Maxim-Gorki-Straße für rund 600 000 Euro, stimmt der Hauptausschuss der Bürgerschaft schon am 24. April ab.

Über die weiteren Bausteine des Rettungskonzeptes soll nach aktuellen Plänen in der Bürgerschaftssitzung am 9. Mai entschieden werden. Dabei geht es um eine außerplanmäßige Förderung für den FC Hansa. Um die Summe von 750 000 Euro aufzubringen, sollen insgesamt acht verschiedene Quellen im städtischen Haushalt angezapft werden. Im gleichen Beschluss sollen die Kommunalpolitiker über einen Schuldenschnitt abstimmen. Dabei handelt es sich um eine Vereinbarung, die mit den anderen Gläubigern - dem Land und den Banken - getroffen werden soll.

Mit dem dreiteiligen Rettungspaket könnte ein Teil der 4,5 Millionen Euro Schulden des Vereins getilgt werden. Den Rest muss der FC Hansa alleine stemmen. Der Traditionsverein ist nach einem Urteil des Bundesrechnungshofs noch tiefer in die Schuldenmisere gerutscht. Die Finanzbehörde verpflichtete den Zweitligisten Anfang des Jahres zu einer Steuernachzahlung wegen falsch bilanzierter Transfers. Drei Millionen Euro von der Schuldensumme stehen dem Land zu, 800 000 Euro der Stadt Rostock.

Für den Schuldner drängt die Zeit: Legt der FC Hansa bis zum 24. Mai keinen hieb- und stichfesten Finanzplan vor, droht das Profifußball-Aus zum 30. Juni. Bis dahin muss allerdings nicht nur die Bürgerschaft zustimmen, auch Land, Finanzamt und die Hausbanken müssen mitziehen.

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