Schüler büffeln Gesundheit

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06. April 2010, 08:11 Uhr

Schwerin | Drei Jahre hatten die Spezialisten der Universität Greifswald geforscht und getestet, gestern wurden die Ergebnisse an Bildungsminister Henry Tesch (CDU) übergeben: Gesundheitstipps, eingearbeitet in wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Unterrichtsmodule für mehr Fitness von Schülern in den Unterrichtsstufen 5 und 6.

"Aktuellen Studien zufolge sind in Mecklenburg-Vorpommern immer noch knapp zwölf Prozent der Schulanfänger übergewichtig", sagte Minister Tesch zur Begründung, "hier wollen wir mit gegensteuern." Erarbeitet wurden die Module von den Greifswalder Medizinern im Projekt "GeKo Kids" (Gesundheitskompetenz bei Kindern), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit etwa 400 000 Euro gefördert wurde.

Die Unterrichtshilfen, die die Lehrer vom Bildungsserver des Landes herunterladen können, gibt es zu fünf Themen: Ernährung und Bewegung, Verbesserung der Zahngesundheit, Erhöhung der Impfrate, Prävention chronischer Schmerzen sowie Rauchprävention. Durch die Module wird nicht nur Wissen vermittelt - zum Beispiel über die Auswirkungen von Nikotin auf den Körper - es geht auch um praktische Hinweise zu Bewegungsspielen im Sport oder in den Pausen.

Auch Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) lobte das Projekt: "Die Unterrichtsmodule helfen den Lehrern bei der Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung, Schulen können Kinder damit stark für das Leben machen."

Die Module wurden bereits von Schülern und Lehrern an 19 Schulen im Landkreis Ostvorpommern und Greifswald getestet und seit 2007 erfolgreich im Unterricht eingesetzt. Neben dem Material wurde ein Monitoringsystem entwickelt, das Schulen erlaubt, die Schwächen und Stärken der Schüler im Alter zwischen 10 und 13 Jahren im Vergleich zu den bundesrepräsentativen Daten zu analysieren. "Sind die Schüler beispielsweise im Durchschnitt zu dick, kann die Schule den Schwerpunkt auf das Unterrichtsmodul Ernährung und Beweglichkeit legen", sagte Tesch. So könnten gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen gezielt zum Einsatz kommen.

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