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Bützow: Paket auf Irrwegen : Schöne Bescherung fällt aus

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Mächtig verärgert ist Marina Eckert. Mitte Dezember schickte sie ein Paket in die Schweiz, wo ihr Sohn lebt. Nun landete es wieder in Bützow. Und dafür mussten die Eckerts auch noch zehn Euro an die Post bezahlen.

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2011 | 08:25 Uhr

Bützow | Eigentlich ist es eine schöne Sache, wenn man ein Weihnachtspaket bekommt. Doch Marina und Hans-Otto Eckert aus Bützow sind stinksauer. Denn die Postsendung, die sie am Sonnabend in Empfang nahmen, war eigentlich für den Sohn und den Enkelsohn bestimmt. Mehr noch: "Jetzt mussten wir auch noch zehn Euro bezahlen, um unser eigenes Paket zurückzubekommen. Das schlägt dem Fass den Boden aus", sagt Hans-Otto Eckert.

Rückblende: Mitte Dezember packten die Eckerts in Bützow ein Paket. Es war für Sohn Steven und seine Familie bestimmt. Steven Eckert zog es vor sieben Jahren aus dem mecklenburgischen Bützow in die Schweiz. Dort bekam der Koch Arbeit, lebt mit seiner Familie in Emmenbrücke bei Luzern. "In dem Paket waren Weihnachtsgeschenke, auch für unser Enkelkind", erzählt Marina Eckert. Am 14. Dezember gab sie die Postsendung in Bützow auf. Am 17. Dezember war das Paket in der Schweiz. "Mann kann den Weg ja im Internet verfolgen", erklärt die Bützowerin. Doch der Zusteller von DHL traf den jungen Steven Eckert nicht an. "Doch anders als hier in Deutschland bekam unser Sohn keine Benachrichtigungskarte", erzählen die Eckerts. Es folgten mehrere Telefonate über die Service-Hotline der Deutschen Post. "Auch das kostete Geld, 14 Cent je Minute", erzählt Marina Eckert. Am 3. Januar sollte dann das Paket an die Eckerts in der Schweiz ausgeliefert werden. Doch es passierte nichts.

Damit nicht genug. Am vergangenen Freitag erhielten die Eckerts in Bützow eine Benachrichtigung, sie mögen in Bützow ein Paket abholen. Es war das Weihnachtspaket für den Sohn, das man retour geschickt hatte. "Wir hatten uns so schon geärgert. Doch dass wir nun auch noch zehn Euro fürs eigene Paket bezahlen mussten ..." Satte 30 Euro hatte der Versand des Fünf-Kilogramm-Pakets in die Schweiz bereits gekostet.

Der Frau hinterm Postschalter in Bützow geben die Eckerts keine Schuld. "Die kann ja nichts dafür", sagt Marina Eckert. Doch was sich DHL hier erlaubt hat, mache die Bützower einfach wütend und sprachlos.

Den Ärger kann Postsprecher Rolf Schulz verstehen, als SVZ ihn gestern mit der Geschichte konfrontierte. "Ich werde mich bemühen, herauszubekommen, warum das so gelaufen ist", versprach Schulz. "Wenn die Eckerts den Weg des Paket im Internet verfolgen konnten, sollte uns das auch gelingen." Schulz bat aber um ein paar Tage, um den Fall zu recherchieren.

Die Weihnachtsgeschenke wollen die Eckerts ihrem Sohn nun höchstpersönlich übergeben - bei ihrem nächsten Besuch im März.

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