Schnelles Internet jetzt über Funk?

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17. September 2009, 10:58 Uhr

Ventschow/Jesendorf | Noch in diesem Jahr könnten Firmen und Bürger in den Gemeinden Ventschow und Jesendorf schnelle Internetanschlüsse bekommen. Es gibt ein Angebot, den Vodafon-Funkturm im Wald zwischen Ventschow und Jesendorf auf schnellere UMTS-Verbindungen umzurüsten. Die Gemeindevertretung Jesendorf hat dafür bereits grünes Licht gegeben und einen Zuschuss von 270 Euro für dieses Projekt in ihren Haushalt eingestellt.

Jetzt ist aber die Auffassung der Gemeindevertretung von Ventschow gefragt. Sie will am kommenden Montag im nicht öffentlichen Teil der Sitzung einen Grundsatzbeschluss fassen.

Dabei hatte sich die alte Gemeindevertretung von Ventschow schon klar positioniert: Man wolle keine Funklösung sondern Breitband über Kabel. Das sei zukunftsträchtig. Ein entsprechendes Angebot hatte die Firma Wemacom erarbeitet. Es beinhaltete, ein neues Netz mit Kupferleitungen zu verlegen.

Doch jetzt steht fest: Dafür gibt es keine Förderung. Das weiß Ventschows Bürgermeister Manfred Linke nach einem jüngsten Gespräch mit seinem Amtsleiter in Dorf Mecklenburg Eckhard Rohde und dem Verantwortlichen in der Koordinierungsstelle des Landes für die Breitbandversorgung Bernd Holter.

Die Lösung von Wemacom entspreche nicht den Förderrichtlinien, erklärte Holter gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Diese Richtlinien beinhalten, dass es sich um eine zuverlässige, hochwertige und preiswerte Lösung handeln soll.

Die jetzt für die gesamte Region angestrebte Lösung über Vodafon sei sowohl für die Gemeinde als auch für den Endverbraucher günstig, meint Jesendorfs Bürgermeister Arne Jöhnk. Für den einzelnen Kunden sind Download-Geschwindigkeiten von 3,6 Mebabyte vorgesehen. Das liegt allerdings deutlich unter dem, was das Angebot von Wemacom versprach.

"Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach", findet Ventschows Bürgermeister Manfred Linke. "Wenn das eine definitiv nicht möglich ist, ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken." Er hält die jetzt angebotene Mobilfunklösung zumindest für die nächsten drei bis vier Jahre für tragbar.

Wenn die Gemeindevertretung zustimmt, so könnte Ventschow möglicherweise schon Weihnachten Breitband haben, weiß Manfred Linke.

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