Helios-Kliniken : Schnellere Hilfe in der Rettungsstelle

Gesundheitsministerin Manuela Schwesig statte bei ihrem Rundgang durch die neue Notaufnahme  mit dem Ärztlichen Leiter Dr. Frank Liebenow  (l.) und dem Ärztlichen Direktor der Helios-Kliniken, Dr. Rüdiger Karwath, auch Patienten einen Besuch ab. Klawitter
Gesundheitsministerin Manuela Schwesig statte bei ihrem Rundgang durch die neue Notaufnahme mit dem Ärztlichen Leiter Dr. Frank Liebenow (l.) und dem Ärztlichen Direktor der Helios-Kliniken, Dr. Rüdiger Karwath, auch Patienten einen Besuch ab. Klawitter

Gestern wurde die neue zentrale Notaufnahme der Helios-Kliniken eingeweiht. In der modernisierten Rettungsstelle ist eine schnelle Hilfe im Notfall gewährleistet. Auch die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert.

von
03. Dezember 2010, 09:12 Uhr

Lewenberg | "Im Notfall ist es das Wichtigste, dass schnell und gut geholfen wird. Das wird jetzt mit der neuen zentralen Notaufnahme der Helios-Kliniken gewährleistet", fasste Gesundheitsministerin Manuela Schwesig gestern nach der Einweihung der modernisierten Rettungsstelle ihre Eindrücke zusammen. Patientin Elke Heuer bestätigte: "Es ist jetzt viel angenehmer hier, nicht mehr so abschreckend wie früher. Man fühlt sich sogar irgendwie geborgen. Auch die Aufnahme vorne hat einwandfrei geklappt", berichtete die Notfallpatientin.

Dr. Rüdiger Karwath, Ärztlicher Direktor der Helios Kliniken Schwerin, und Dr. Frank Liebenow, Ärztlicher Leiter der zentralen Notfallaufnahme, vernahmen das Lob mit Zufriedenheit. Gern stellten sie der Ministerin den gesamten Komplex vor: Mit Rettungswagen ankommende Patienten können in zwei Hallen direkt in den Bereich einfahren, die anderen werden am zentralen Eingangstresen von speziell geschulten Triage-Schwestern in Empfang genommen, die die Patientenadministration koordinieren, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der benachbarten Kassenärztlichen Notdienst. Die Logistik wird unterstützt durch ein EDV-gebundenes Patientenleitsystem mit Dringlichkeitsorientierung, die auf Monitoren im gesamten Bereich den Ärzten direkt zur Kenntnis gebracht wird. Rot bedeutet, sofort dem Arzt vorstellen, Orange innnerhalb von zehn Minuten, Grün in 30, Gelb in 90 und Blau in 120 Minuten. "Ohne Wartezeiten wird es bei leichten Verletzungen also auch in Zukunft nicht gehen", erläuterte Dr. Liebenow. "Aber sie werden erhablich kürzer." Sechs Ärzte - zwei Internisten, zwei Chirurgen, ein Neurologe und ein Anästhesist - arbeiten in der Rettungsstelle, weitere Spezialisten können in kürzester Zeit durch die Rufbereitschaft hinzugezogen werden, so Dr. Karwath.

Verbessert haben sich aber auch die Arbeitsbedingungen. So stehen nun zwei so genannte Schockräume für die Sofortbehandlung von akut lebensbedrohten Personen zur Verfügung, zudem ein Notfall-OP, zwei chirurgische Eingriffsräume, zwei Intensivüberwachungssäle für je fünf Patienten, neun Untersuchungszimmer und eine eigene Röntgenabteilung. "Wir machen rund 14 000 Bilder jährlich für Notaufnahmepatienten. Deshalb macht es Sinn, direkt hier im Bereich moderne Geräte vorzuhalten", erklärte Liebenow. Zwei bequeme Wartebereiche für Erwachsene und ein Spielzimmer für Kinder sorgen zudem für deutlich mehr Ruhe und Entspanntheit in der Wartezone. Gedacht wurde übrigens auch an das Personal der Rettungswagen: Für die Mitarbeiter stehen jetzt Aufenthaltsräume zur Verfügung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen