zur Navigation springen

Komplettprogramm für Güstrower Renaissancebau verzögert sich : Schloss: Sanierung dauert länger

vom

Die Sanierung des Güstrower Schlosses, die in diesem Jahr beginnt, dauert länger als vorgesehen. Das Komplettprogramm für den bedeutendsten Renaissancebau Norddeutschlands ist damit nicht bis 2015 umsetzbar.

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2011 | 07:39 Uhr

Güstrow | Die Sanierung des Güstrower Schlosses, die in diesem Jahr beginnt, dauert länger als vorgesehen. Das Komplettprogramm für den bedeutendsten Renaissancebau Norddeutschlands verzögere sich damit und sei nicht wie geplant bis 2015 umsetzbar, erklärte Julia Hasse, Sprecherin des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung auf Nachfrage. Hintergrund: Gestern wurde im Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) das Fördergeld der Europäischen Union (EU) aus dem ELER-Programm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) neu auf Schlösser, Parkanlagen und Gärten - außer Schwerin - verteilt. Das Gesamtpaket umfasst 65 Millionen Euro. Für das Güstrower Schlossensemble sieht die neue Planung jetzt bis Ende 2015 ELER-Mittel von rund 8,2 Millionen Euro vor. Die denkmalgerechte Sanierung des Schlossgartens erfolgt für ca. 3,6 Millionen Euro, Baubeginn Sommer 2011, Fertigstellung Ende 2013. Im Schloss beginnen de Arbeiten mit der Sanierung des Daches und des Dachgeschosses im Nordflügel für ca. 4,6 Millionen Euro (Fertigstellung 2015 ).

Nach 2014 sind die Sanierung des Wirtschaftsgebäudes, der Fassaden sowie die Restaurierung der Innenräume geplant. Hasse: "Die komplette Fassaden- und Innensanierung ist sehr aufwendig und auf Grund der Komplexität der Maßnahmen und des kunsthandwerklichen Anspruches nicht bis 2015 umsetzbar." Das sei das Ergebnis der Untersuchungen im Herbst vergangenen Jahres (wir berichteten). Auch könne die Innensanierung erst im Einzelnen geplant werden, wenn ein entsprechendes detailliertes Ausstellungskonzept vorliege, so Hasse weiter.

Mit dieser Planung kommt das Schloss jetzt schlechter weg. Von einer Komplettsanierung in den nächsten vier Jahren ist nicht mehr die Rede. Von den geplanten 18 Millionen Euro für den Prachtbau spricht keiner mehr.

Im Schloss hat man auf die neue Situation schon reagiert. Bisher ging man davon aus, dass das Schloss während der Sanierung offen sein sollte, aber nur einen eingeschränkten Besuch zugelassen hätte. Jetzt "stricke" man an einem neuen Ausstellungsprogramm, so Schlossleitern Dr. Regina Erbentraut gestern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen