Schiffe zu verschenken

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29. Juli 2009, 08:30 Uhr

Rostock | Ohne Bauzusagen der Reeder sind sie die größten Schrotthaufen in MV: Jetzt sollen die Schiffe auf den angeschlagenen Wadan-Werften, die keine Abnehmer mehr haben, möglicherweise als Entwicklungshilfe verschenkt werden. Bevor der schwedischen Stena-Reederei drastische Preisnachlässe gewährt würden, die trotzdem kaum für Beschäftigung sorgen, sollte der Bund die Schiffe bezahlen und verschenken, schlug Rüdiger Klein von der IG Metall gestern vor. Das würde Arbeit nach Wismar und Warnemünde bringen. In Rostock lägen noch zwei Schiffe, die von der Laeisz-Reederei bestellt worden waren. Auch den Verkauf der beiden Fähren an Stena halte er für unwahrscheinlich, so Klein. Es sei davon auszugehen, dass die Beschäftigten ab August in strukturelle statt in konjunkturelle Kurzarbeit gehen müssten, weil eine Zukunftsperspektive fehle.

Indes hat sich ein erster potenzieller Investor am Standort Warnemünde informiert. Dabei soll es sich um einen renommierten Kranhersteller handeln. Weiteres Interesse gibt es nach Informationen unserer Zeitung u. a. von einem großen westdeutschen Anlagenbauer, einem Windanlagenbauer sowie Werft investoren aus Russland. Indes haben Arbeiter der Wismarer Werft mit einer spektakulären Aktion auf ihre Not hingewiesen. Sie befestigten gestern einen 14 Meter langen und 1,60 Meter hohen Trauerflor an der Außenwand der Werfthalle.

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