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Lokales

19. September 2017 | 15:31 Uhr

Scherben auf Spielplätzen

vom

svz.de von
erstellt am 20.Mär.2011 | 05:25 Uhr

Schwerin/Rostock | Mit steigenden Temperaturen zieht auch auf Spielplätzen in den Städten wieder Leben ein. Die Kommunen reagieren mit verstärkten Kontrollen zu Ordnung und Sicherheit in den Erholungsoasen, wie eine Umfrage bei Stadtverwaltungen ergab. Denn von Verschmutzungen durch Zigarettenkippen, zerbrochenen Flaschen oder auch Hundekot gehen Gefahren für spielende Kinder aus.

Schwerin etwa lässt durch Mitarbeiter des Eigenbetriebs Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen mindestens einmal in der Woche 75 kommunale Spielplätze reinigen, wie eine Sprecherin mitteilte.In der Landeshauptstadt treten demnach Probleme oft dort auf, wo sich Jugend-Cliquen treffen. Die wöchentlichen Überprüfungen seien für die Sicherheit auf den Plätzen unumgänglich, obwohl überall Verbotsschilder vor dem Wegwerfen von Abfall warnen würden. So hat die Stadt Neubrandenburg erst gar keine Verbotsschilder gegen Rauchen und Trinken auf Spielplätzen aufgestellt, sondern verlässt sich nach Angaben einer Sprecherin auf generelle Regelungen zum Jugendschutz. Eine städtische Verordnung verbiete zudem ausdrücklich, auf Sport-, Spiel- und Bolzplätzen Abfälle wie Flaschen, Dosen, Bruchglas oder Zigaretten wegzuwerfen. Kontrollen fänden nach "Möglichkeiten und Notwendigkeit" statt.

Große Probleme konstatiert die Hansestadt Stralsund mit Unrat in der Öffentlichkeit. Besonders auf Spielplätzen seien Kippen und Flaschenscherben ein häufiges Ärgernis, so eine Sprecherin. Hinzu komme Verpackungsmüll, der ständig weggeräumt werden müsse.

Problemschwerpunkte seien Plätze in dicht besiedelten Stadtteilen wie Neubaugebieten. Betroffen seien abgelegene Anlagen und Treffpunkte Jugendlicher, die sich schwer einsehen lassen und sich wegen ihrer versteckten Lage der allgemeinen Kontrolle durch Passanten entziehen.

In Greifswald kontrollieren Mitarbeiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes regelmäßig 40 städtische Spielplätze je nach Frequentierung bis zu zweimal pro Woche. Kippen, Flaschen, Scherben seien "generell ein Problem" vor allem auf größeren Anlagen. Aber nicht nur die Jugend lade ihren Unrat zwischen Schaukel und Sandkasten ab. Auch Hundebesitzer würden sich häufig nicht an die Regeln halten und Spielplätze als Tiertoilette missbrauchen.

Gleich 235 Spielanlagen betreut Rostock. Auch die Hansestadt erwartet mit Beginn der "Spielsaison" wieder eine intensivere Nutzung der Plätze - und damit auch mehr Müll. Geputzt werde einmal in der Woche oder notfalls auch öfter.

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