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Lokales

22. November 2017 | 16:15 Uhr

Scheitel kommt mit 6,65 Metern

vom

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2011 | 06:32 Uhr

Ludwigslust | Der Landkreis Ludwigslust hat gestern in Abstimmung mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg die Hochwasser-Alarmstufe A 3 in der mecklenburgischen Elberegion ausgelöst. Grundlage dafür ist ein Wasserstand am Pegel Dömitz von mehr als 6,20 Meter. Damit verbunden sind Wachdienste und verstärkte Kontrollen durch die Wasserwehren und Deichwachen der Gemeinden an den Elbe- und Rückstaudeichen rund um die Uhr. Die Stäbe in den Ämtern Dömitz-Malliß und Boizenburg sowie der Stadt Boizenburg und der Stab des Landkreises im Landratsamt in Ludwigslust sind seit gestern durchgehend erreichbar.

Den Prognosen zufolge wird der Richtwert von 6,50 Meter für die Alarmstufe A 4 heute erreicht - aber nicht überall. Der Maximalwasserstand wird der aktuellen Hochwasservorhersage zufolge am Sonnabend mit 6,60 Meter in Dömitz und Sonntag mit 6,65 Meter in Boizenburg erwartet. Sofern sich an den Prognosen zur Hochwasserlage nichts ändere, werde im Landkreis Ludwigslust kein Katastrophenalarm ausgerufen, lässt Landrat Rolf Christiansen in einer Pressemitteilung verlauten.

Betreten der Deiche ist nun verboten

Anders als etwa im benachbarten niedersächsischen Landkreis Lüneburg ist mit dem Ausrufen der Alarmstufe A 4 im Landkreis Ludwigslust nicht automatisch auch der Eintritt des Katastrophenfalls verbunden. Unterschiedlich sind auch die Hochwasser-Richtwerte. Das kann dazu führen, dass im mecklenburgischen Elbe-Bereich n och die Alarmstufe A 3 gilt, bei den Nachbarn im Amt Neuhaus (Landkreis Lüneburg) aber schon die Alarmstufe A 4 und somit Katastrophenalarm.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Hochwasserlage bittet der Landkreis Ludwigslust alle Tierhalter in der mecklenburgischen Elberegion, ihre Tierbestände aus potenziell hochwassergefährdeten Gebieten herauszunehmen - sofern dies noch nicht geschehen ist.

Ebenso weisen die Behörden darauf hin, dass das Befahren der Deiche mit Pkw und anderen Fahrzeugen strikt verboten ist. Wer dennoch an die Elbe fährt, sollte darauf achten, die Wege für die Deichwachen und andere Einsatzkräfte nicht mit parkenden Autos zu blockieren. Touristen sollten die befestigten Wege nicht verlassen und die Deichanlagen möglichst auch nicht zu Fuß betreten. Für das bevorstehende Wochenende hat die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt.

Bereits vorgestern zeichnete sich diese Hochwasserentwicklung ab. Eine Folge daraus war die erste Beratung des Katastrophenabwehrstabes am Mittwoch im Landratsamt.

Die Beratung des Katastrophenabwehrstabes einschließlich Vertretern des StALU, der Wasser- und Bodenverbände, der Polizei, der Bundeswehr, des Bauernverbandes, der örtlichen Stäbe und weiterer Institutionen diente insbesondere der Herstellung eines einheitlichen Informationsstandes. Fazit: Das Zusammenspiel der Behörden funktioniert. Sowohl der Stab im Landratsamt als auch die Stäbe in den Ämtern Dömitz-Malliß und Boizenburg sowie der Stadt Boizenburg haben Anfang dieser Woche ihre Arbeit aufgenommen, die Kontroll- und Wachdienste sind organisiert. Zur Sicherung gefährdeter Deichabschnitte bevorratet der Landkreis Ludwigslust unter anderem rund eine Million ungefüllte Sandsäcke.

Der Dömitzer Pegel wies gestern Früh die Messmarke 6,17 Meter aus - Tendenz steigend. Dass das Hochwasser weiterhin ansteigt, ist an der Schutzanlage am Brodaer Deich gut zu beobachten. Dort hat das Hochwasser bereits das Schutzvlies erreicht, das Dienstag noch völlig frei lag.

Weitere aktuelle Informationen zum Elbe-Hochwasser bietet der Landkreis Ludwigslust in seinem Internet-Portal www.kreis-lwl.de. Außerdem besteht die Möglichkeit für alle Interessierte, Nachrichten des Landkreises über die Netzwerke "Twitter" und "Facebook" sowie als kostenloses E-Mail-Abo zu beziehen.

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