Schatzsucher des 21. Jahrhunderts

Sylvia Böse und Andreas Wurm testeten Geocaching.
Sylvia Böse und Andreas Wurm testeten Geocaching.

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15. Februar 2010, 05:52 Uhr

Schwerin | Der Testlauf ist beendet, und alle Teilnehmer hatten trotz Schnee, Wind und Kälte viel Spaß - auch oder vor allem weil sie vorher noch nie etwas von Geocaching gehört hatten. So heißt nämlich die angesagte Freizeitbeschäftigung, die in diesem Jahr noch mehr Touristen nach Schwerin locken soll. Das Prinzip ist simpel: Mit Hilfe eines Navigationsgerätes begibt man sich auf die Suche nach einer kleinen Schatzkiste, löst auf dem Weg Rätsel und erkundet ganz nebenbei die Landeshauptstadt. Von März an bietet die Stadtmarketing-Gesellschaft dieses hochtechnisierte Vergnügen an. Zehn Navigationsgeräte und drei Schatz-Routen liegen in der Tourist-Information bereit.

Sylvia Böse und Andreas Wurm haben bei der SVZ eine Teilnahme am ersten Geocaching-Abenteuer in Schwerin gewonnen. "Wir vermieten ein Ferienhaus und überlegen, ob wir unseren Gästen dieses Angebot empfehlen können", sagt Sylvia Böse. "Da probiert man es vorher am besten selbst aus." Die beiden entschieden sich für die "850-Jahr-Tour", lange Version. Die kann bis zu acht Stunden dauern, führt vorbei an historisch bedeutsamen Orten und vermittelt durch ihren Begleitfragebogen zusätzliches Schwerin-Wissen.

Mit Geocaching setzt Schwerin auf einen neuen Tourismus-Trend. "Erst ein Dutzend Städte in Deutschland bietet solche Touren an", sagt Christian Keller von der Agentur Sportfaktor, die das Konzept mit entwickelt hat in Anlehnung an das weltwei te Geocaching-Fieber, das im Jahr 2000 zuerst reine Technik-Freaks infizierte und mittlerweile ganze Familien, Paare und vor allem gut verdienende Geschäftsleute erwischt hat. 100 000 kleine Schatz-Kisten sind in der Republik zurzeit versteckt, 65 000 Deutsche haben sich als Geoca cher im Internet registriert.

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