zur Navigation springen

Schandfleck sorgt für Ärger unter den Garagenpächtern

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 06:25 Uhr

Boizenburg | Dietrich Bogdahn parkt sein Auto in einer Garage an der Schwartower Straße. Kurz nach der Wende hatte er sich diese Unterstellmöglichkeit besorgt. Wie der 70-Jährige erzählt, war er damals sogar richtig froh, dass es seinerzeit damit geklappt hatte. Es gab eine Zeit, da wurden Garagen gehandelt wie Goldstaub. Das ist längst vorbei. Dennoch herrscht auf dem Gelände noch rege Betriebsamkeit. Die meisten der 110 Garagen hier werden noch regelmäßig genutzt, sagt der Boizenburger. Er weiß auch, dass das Gros der Pächter sich für Ordnung und Sauberkeit einsetzt. Bedauerlich sei aber, dass es einige wenige aus der großen Gemeinschaft damit nicht so genau nehmen würden. Leider zählt er dazu auch die Stadt. Gerade von ihr hätte er sich mehr Einsatz gewünscht. Schließlich zahlen wir ja regelmäßig unseren Obolus, da dürfen wir wohl erwarten, dass sie unsere Wünsche berücksichtigt, erklärte er in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Wie er einräumt, wolle er gerechterweise nicht verschweigen, dass der Bauhof schon eine Menge geleistet habe. Viele Sträucher sind von den Männern zurückgeschnitten worden. Doch eine Ecke scheinen sie vergessen zu haben. Vielleicht liegt es daran, dass sie so versteckt liegt, mutmaßte Dietrich Bogdahn. Sie befindet sich hinter den letzten Garagen. Wild wuchernde Brombeersträucher breiten sich immer mehr aus und werden zunehmend zum Problem. Sie zwängen sich bereits durch die Ritzen von Dach und Wand einiger der Garagen.

Für einige scheint dieser Anblick, über den sich nicht nur Dietrich Bogdahn ärgert, eine willkommene Gelegenheit zu sein, ihre Abfälle loszuwerden. Allmählich entsteht eine wilde Mülldeponie mit immer größeren Ausmaßen. Einige Male hätten sie in der Verwaltung schon vorgesprochen, ohne dass sich etwas geändert hätte.

Das Anliegen der Bürger ist vollkommen berechtigt, meinte Norbert Rumstig vom Fachbereich Bau/Ordnung. Wie er versicherte, würde der Bauhof den Auftrag erhalten, dafür zu sorgen, dass dieser Schandfleck noch vor dem Winter verschwindet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen