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Lokales

15. Dezember 2017 | 22:48 Uhr

Scandlines Arena kurz vor dem Verkauf

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:49 Uhr

Rostock | Nach fünf Jahren der Ungewissheit und des in der Schwebe Hängens kommt wieder Bewegung in das Insolvenzverfahren des Polizeisportvereins Rostock (PSV). Ein Vertragsentwurf zum Verkauf der Scandlines Arena wurde zäh, aber konstruktiv, mit Alfred Kreis, dem Geschäftsführer der Ospa Immobilien GmbH, ausgehandelt. Insolvenzverwalter Jens Dohse ist zufrieden: "Nun liegt dieser Vertrag den Grundpfandgläubigern vor, zu denen vor allem die Deutsche Kreditbank (DKB), die Stadt, das Land und der Bund gehören. Ich gehe davon aus, dass wir das durchkriegen. Nachbesserungswünsche sind sicherlich zu erwarten." Über den Kaufpreis bewahrt er noch Stillschweigen.

Die Ospa Immobilien GmbH, die von der DKB als Käufer favorisiert wird, will dann Andreas Häse, dem die Unternehmen IC Marketing und Nordstar GmbH gehören, als Betreiber der Sportstätte einsetzen. Mit ihm hat der Anwalt bereits einen unbefristeten, aber mindestens fünfjährigen Mietvertrag zur Nutzung der Scandlines Arena durch den PSV abgestimmt. Dieser soll, wenn möglich, ab 1. Juli in Kraft treten. Darin wird dem Sportclub ein Großteil der jetzigen Aktivitäten garantiert. "6,5 Stunden pro Woche in der Dreifelderhalle müssen abgegeben werden. Davon entfallen je eine an die Ringer und die Fußballer, je eine halbe an Badminton, Basketball und Boxen sowie drei Stunden an die Freizeit und Gesundheit", erklärt Dohse.

Zwei von drei Kampfräumen sowie den Fitness- und Saunabereich kann der PSV wie gewohnt allein nutzen. Die Judoka und die Ringer müssen sich künftig einen Trainingsraum teilen. Außerdem erhalten die Sportler 50 kostenlose Ex trastunden für Veranstaltungen an den Wochenenden. Nutzungswünsche darüber hinaus können wie bisher ganz normal beantragt werden. "Das ist ein Ergebnis, bei dem ich sage, dass der Verein nicht auseinanderbricht. Ich wollte nie einen Vertrag abschließen, bei dem der PSV zugrunde geht. Dahinter steht auch die Ospa", so der Insolvenzverwalter. Zugeständnisse musste er bei den Verhandlungen im Catering hinnehmen. Der neue Betreiber Häse verrät: "Die Versorgung werde künftig ich leisten. Dazu werden wir in der Scandlines Arena sicher etwas umbauen müssen. Das Foyer ist viel zu klein und nicht so optimal." Außerdem plant der Geschäftsmann, der auch die Eishalle in der Schillingallee betreibt, eine VIP-Loge vor allem für die Sponsoren. "Das kann für die Vereine nur von Vorteil sein", so Häse.

Wer neben dem PSV die Halle noch nutzen kann, dazu lässt er sich noch nicht so recht in die Karten schauen. Der Schulsport am Vormittag bleibt auf jeden Fall bestehen. Häse: "In den Zeiten zwischen Schulsport und PSV-Training sowie vor allem am Wochenende will ich andere Vereine etablieren. Punktspiele sind geplant. Der dritte Kampfraum wird an einen anderen Kampfsportverein vermietet, mit dem ich soweit übereingekommen bin."

Nun entscheiden vorrangig die Grundpfandgläubiger, dann die Gläubigerversammlung, ob der Kaufvertrag - der Mietkontrakt zwischen Häse und dem PSV ist Bedingung - genehmigt wird.

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