Saxophon spielen oder lieber basteln?

Auf Entdeckerspuren: Arne Herpich.
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Auf Entdeckerspuren: Arne Herpich.

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29. August 2010, 05:50 Uhr

Perleberg | Die Qual der Wahl haben nicht nur die Mädchen und Jungen, die die Geschwister-Scholl-Grundschule in Perleberg besuchen, sondern auch ihre Eltern. Denn die Lehreinrichtung macht als verlässliche Halbtagsschule künftig 33 Angebote für die Betätigung am Nachmittag. Beim Schnuppertag am Sonnabend wurden die unterschiedlichsten Möglichkeiten vorgestellt. Und die reichen von der Leichtathletik bis zum Sprachangebot Englisch, vom Musik- oder Tanzkurs bis zur Kindererlebniswelt Knigge, von den Bastel- bis zu den Naturfreunden. "Es ist viel für die Begabtenförderung dabei, macht Schulleiter Peter Awe deutlich.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, die rund die Hälfte der Angebote einbringen, haben er und sein Lehrer- und Erzieherteam den Schnuppertag vorbereitet. "Eigentlich wollten wir dazu schon vor den Sommerferien einladen, aber bis zwei Tage vor Ferienbeginn hatte ich noch keine verbindliche Zusage zu den benötigten zusätzlichen Lehrerstunden", erklärt Awe den jetzigen Termin. Der erscheint manchen Eltern zu Schuljahresbeginn recht spät, denn in den Ferien wäre mehr Zeit gewesen, in Ruhe über die Angebote nachzudenken, abzuwägen und zu planen. Und so gab es am Sonnabend immer wieder die Frage danach, an welchen Tagen die Arbeitsgemeinschaften statt finden. Doch das konnten viele Anbieter noch nicht verbindlich sagen. Erst einmal müssten die Wünsche zusammen getragen und dann koordiniert werden.

Es ist eben vieles neu, seit dem die Geschwister-Scholl-Schule anerkannte verlässliche Halbtagsschule ist. Der Schultag reicht jetzt von 7.10 bis 13.10 Uhr, beschreibt Awe. Es gebe individuelle Lernzeiten, die unterschiedlich genutzt werden könnten, auch für die Hausaufgaben. Ebenso neu seien die themenbezogenen Klassenleiterstunden, in denen die Lehrer die Arbeit mit den Kindern selbst gestalten könnten. Und neu ist auch der Blockunterricht, das heißt zwei Unterrichtsstunden am Stück, also 90 Minuten. Letztere sieht Cornelia Kloß, Mutter eines Schulkindes, noch eher skeptisch. "Das ist doch ganz schön anstrengend, gerade für lebhaftere Kinder". Awe beruhigt, "die Kleinen machen noch Pausen", und die 5. und 6. Stunde seien ohnehin getrennt, zählt er auf. Aber der Blockunterricht sei gefordert als Bestandteil der verlässlichen Halbtagsschulen.

Vieles wird sich in den kommenden Wochen noch einlaufen müssen, "aber wir sind offen. Und die Kinder haben damit ohnehin weit weniger Probleme als die Eltern", erklären Nicole Koch und Remo Szarata, die mit ihrem Sprößling zum Schnuppertag gekommen sind. Awe verweist darauf, dass nach ersten schriftlichen Informationen eine Elternversammlung folgt, "dann kann noch nachgebessert werden. Es ist Demokratie. Nicht alle Eltern waren für das Konzept." Bis zu den Herbstferien stehe das Programm, verspricht er.

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