Sattelzug auf Abwegen

Mit Hilfe von Luftkissen wurde der Sattelzug zurück auf die Räder gestellt.
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Mit Hilfe von Luftkissen wurde der Sattelzug zurück auf die Räder gestellt.

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09. April 2010, 07:47 Uhr

Nordwestmecklenburg | Bei einem Verkehrsunfall auf der A20 bei Grevesmühlen ist gestern der Fahrer eines Sattelzuges leicht verletzt worden. Der Mann war mit dem 40-Tonner zwischen den Anschlussstellen Schönberg und Grevesmühlen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und kippte wenig später auf die Seite. Der Fahrer konnte sich vermutlich durch eine Dachluke aus dem Wrack befreien. Der Schaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro, sagte ein Polizeibeamter vor Ort.

Jedes Luftkissen bewältigt eine Last von zehn Tonnen

Zur Bergung des Sattelzuges musste eine der beiden Fahrspuren Richtung Rostock für mehrere Stunden gesperrt werden. Das Abschleppunternehmen Pell setzte Sepzialtechnik ein. Dessen Mitarbeiter schoben sechs Luftkissen unter den Sattelzug und füllten es mit Druckluft. "Auf den Kissen ist ein Druck von nur einem Bar drauf. Aber jedes davon kann eine Last von zehn Tonnen bewältigen", sagte Rico Pell.

Nachdem der 40-Tonner zurück auf die Räder gestellt worden ist, zogen ihn die Profis mit Hilfe einer Seilwinde etwa 50 Meter abseits der Fahrbahn auf einen Landweg. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hatten zuvor den Wildzaun geöffnet, um dort den Sattelzug aus dem Bereich der Autobahn herausschleppen zu können.

Die Polizei spricht von Unaufmerksamkeit als mögliche Unfallursache. Nach SVZ-Informationen soll der Lasterfahrer seine Geldbörse gesucht haben. Dabei könnte er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Nach der Bergung des 40-Tonners rückte mit "Hoffmann & Berger" ein zweites Abschleppunternehmen an. Dessen Mitarbeiter tauschten das Erdreich aus, in das Hydrauliköl und Dieselkraftstoff gesickert war.

Sattelzug war auf dem Weg nach Polen

Der Lasterfahrer konnte nach einer kurzen Behandlung noch am Vormittag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er soll mit dem Sattelzug auf den Weg Richtung Polen gewesen sein. Das drei Jahre alte Fahrzeug hatte ein Überführungskennzeichen und hatte erst kurz zuvor den Besitzer gewechselt.

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