Sankt Josef feierte Jubiläum

Harry Fleischhauer war der erste Bewohner der Einrichtung.
1 von 3
Harry Fleischhauer war der erste Bewohner der Einrichtung.

Für die Caritas gab es am vergangenen Wochenende einen Grund zum Feiern. Die Wohnstätte St. Josef in Dreilützow besteht seit nunmehr vier Jahrzehnten. Das Jubiläum begingen die Bewohner gemeinsam mit guten Partnern und Nachbarn aus der Region.

von
13. Juli 2009, 12:29 Uhr

Dreilützow | Harry Fleischhauer war Sonnabend ein besonderer Gast einer besonderen Feier. Seit dem Jahre 1969 wohnt er in Dreilützow. Mit ihm begann quasi die Geschichte des betreuten Wohnens unmittelbar am idyllischen Schlosspark.

Damit lebt er nun schon ganze vier Jahrzehnte an jenem Ort, wo die Caritas ihr Motto "Not sehen und handeln" täglich mit Leben erfüllt. Hier, in Dreilützow, bietet die Caritas ein differenziertes Wohnangebot für Menschen mit Behinderungen an. Je nach Erfordernis ist für sie ein Wohnen in Heimen, in Außenwohngruppen oder auch ein Einzelwohnen möglich. "Unser Betreuungsangebot orientiert sich nach dem individuellen Bedarf und entspricht den Zielen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII. Darüber hinaus finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Behinderung in einigen Einrichtungen vorübergehend Aufnahme, wenn die Familienangehörigen die Betreuung und Pflege zeitweise nicht übernehmen können, zum Beispiel bei Urlaub, Krankenhausaufenthalt oder Notfallsituationen."

So umschreibt Andreas Lubig die Herausforderung, der sich sein qualifiziertes Team immer wieder hoch motiviert stellt. Lubig ist der Leiter jener Einrichtung, in der sich 17 Frauen und Männer um die 60 Bewohner des Heimes, um weitere sieben in den Außenwohngruppen sowie die 17 im betreuten Wohnen in Wittenburg kümmern.

"Ja, wir haben gute Gründe, um unser 40-jähriges Jubiläum in Dreilützow zu feiern. Wir stehen einerseits gut da, und wir bieten andererseits den Menschen hier ein schönes Heim", meinte Lubig. Er ist stolz über das Erreichte und reihte sich ein in die Gratulantenschar, die Harry Fleischhauer zu seinem runden Wohnjubiläum beglückwünschte.

Viele fleißige Helfer hatten alles bestens für eine große Geburtstagsparty arrangiert. Das Festzelt war liebevoll geschmückt. Heimbewohner und ihre Verwandten und Bekannten füllten genauso die Plätze, wie sehr gute Partner der Einrichtung.

"Es ist ein großes Glück, dass unsere Bewohner nicht etwa am Rand des Ortes leben, sondern mittendrin", freute sich Lubig. Harmonische Beziehungen und regelmäßige Begegnungen mit Kameraden der freiwilligen Feuerwehr und den Mitstreitern des Sportvereins sorgen für eine sehr lebendige Integration. Die Bewohner freuen sich auch über die Line-Dancer, die alle 14 Tage bei ihnen vorbeischauen. Wer will, kann dann gerne mit ihnen mit tanzen. Gut und wichtig ist ebenso eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Sozialamt im Landkreis. Natürlich gehörten all diese Partner am vergangenen Sonnabend mit zu den Gästen des Jubiläumsfestes.

Die Begrüßung der Einheimischen und ihrer Besucher erfolgte mit einer Andacht, die um 14 Uhr die Feierlichkeiten eröffnete. Zum Kaffeetrinken waren alle ab 15.30 Uhr im Festzelt willkommen, wo dann um 16 Uhr das Festprogramm begann.

Der Höhepunkt war die Show aus 40 Jahren Wohnstätte St. Josef. Zirkus und Line Dance standen ebenso auf dem unterhaltsamen Programm wie Lovemusik mit der "Hausband", die ab 19 Uhr die Bewohner und Gäste unterhalten wird.

"Erinnerungen weckte ein Festumzug zum Schloss Dreilützow, wo alles begann, mit Harry Fleischhauer als ersten Bewohner", sagte Heimleiter Lubig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen