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Straßenarbeiten zwischen Grabow und Semmerin : Sanierungsprojekt auf der L08 kommt ins Rollen

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Der erste Teilabschnitt zwischen Grabow und dem Abzweig Semmerin wird ab 19. November in Angriff genommen. Silvia Reiß, die amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde Steesow, bedankte sich persönlich bei Matthias Crone.

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erstellt am 15.Nov.2013 | 12:14 Uhr

Silvia Reiß, die amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde Steesow, kam persönlich bei Matthias Crone vorbei, um sich zu bedanken. In einer Petition hatte sich die ehrenamtliche Kommunalpolitikerin an den Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewandt, um in einem dringenden Anliegen Unterstützung zu finden. Im Kern der Aussage geht es um den schlechten Zustand der Landesstraße 08 von Grabow in Richtung Lenzen. Eine "Schlaglochpiste" in Grabow beginnend bis zur Gemarkung Milow (ca. sechs Kilometer) gefährdet den Straßenverkehr seit langer Zeit.

Wiederholt war Silvia Reiß bei der zuständigen Straßenmeisterei vorstellig geworden, hatte sich in Schreiben an das Straßenbauamt und an das zuständige Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung gewandt. Eine Kopie des Schreibens an das Ministerium vom August dieses Jahres ging auch an den Bürgerbeauftragten, der nun der Steesower Bürgermeisterin mitteilen konnte, dass es jetzt mit dem Straßenbau losgehe. "Die Maßnahme beginnt am 18. November mit der Einrichtung der Baustelle. Dabei handelt es sich um den Abschnitt der L08 von Grabow bis zum Abzweig Semmerin", erklärte Silvia Reiß. Und sie selbst ließ es sich nicht nehmen, sich am Sprechtag des Bürgerbeauftragten, der am Dienstag in der Kreisverwaltung in der Garnisonsstraße in Ludwigslust stattfand, für seinen Einsatz persönlich zu bedanken.

Silvia Reiß sieht in dieser Teilsanierung erst einmal eine wichtige Unterhaltungsmaßnahme in einem sehr schlechten Straßenabschnitt. Dennoch kämpft sie weiter darum, dass die gesamte Straße als komplettes Projekt Eingang in das Straßenausbauprogramm des Landes MV findet.

Immer wieder, und das war auch beim jüngsten Bürgersprechtag in Ludwigslust zu erfahren, erfährt Matthias Crone in dieser Form Anerkennung und Wertschätzung für seine Arbeit und die seiner Mitarbeiter und fachkundigen Partner, an die auch viele soziale Themen aus dem Bereich der Jobcenter herangetragen werden. "Da werden uns immer wieder eine ganze Reihe von handfesten sozialen Problemen im Bereich Hartz IV auf den Tisch gelegt. Wo harte Schicksale dahinter stehen und wir zunächst gar nicht wisse, ob wir helfen und wie wir wirklich helfen können", so Matthias Crone. Aber viele Bürger, die zu ihm in die Sprechstunde kommen, haben viel Verständnis dafür, dass er und seine ihn begleitenden Fachleute zunächst erstmal eine erste Einschätzung abgeben.

Matthias Crone hatte an seinem Sprechtag ein volles Programm, von 9 bis 20 Uhr hatten sich 19 Bürger persönlich bei ihm angemeldet, für jeden hatte der Bürgerbeauftragte etwa eine halbe Stunde einge plant. "Mit dieser Resonanz hatte ich eigentlich nicht gerechnet, solch ein Interesse kenne ich bislang nur aus den großen Städten unseres Landes", ergänzte Matthias Crone und zeigte sich sehr beeindruckt, dass die Bürger so zahlreich in seine Sprechstunde gekommen waren.

Von Rundfunkbeitrag bis Flächentausch

Dabei ging es zum Beispiel um solche Themen wie Fahrtkostenzuschuss für die Fahrt zum Ausbildungsort, da wollte eine Frau wissen, wie es um die Ausreichung von zusätzlichen Leistungen der Post an ihre Mitarbeiter stehe. Es gebe wohl einen von der Deutschen Rentenversicherung vorbereiteten Musterprozess, so Matthias Crone. Genaue Auskünfte könnten die Rentenversicherung und die Knappschaft geben. Ein anderer Bürger, der begeisterter Radiohörer ist, wollte wissen, warum es beim Rundfunkbeitrag keine Differenzierungsmöglichkeiten gebe. Da sollten doch gerechte Regelungen getroffen werden unabhängig vom Maß der Inanspruchnahme der Leistungen des öffentlich-rechtlichen Programms. Es gebe einige, die nur Rundfunk empfangen, es gibt Leute, die auch für Geräte in Bungalows zahlen müssen, wo keine Differenzierung vorliege und man sich so die Frage stellen müsse, ob dieser erhobene Rundfunkbeitrag in dieser Konstallation überhaupt rechtens sei.

Zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Abrechnungssystems werde das alles bewertet, gerade auch mit Blick auf den Zweitwohnsitz oder bezogen auf die Belastung der Firmen, die für Autoradios in den Dienstfahrzeugen zahlen müssen und für die sich der Verteilerschlüssel als nicht so günstig erweist. Dabei soll auch die Frage beantwortet werden, ob und wie sich die Erhebung des Rundfunkbeitrages bewährt habe.

Die Palette der angesprochenen Themen am Dienstag in der Ludwigsluster Kreisverwaltung waren vielfältig, da ging es um Wohnbebauung in zweiter Reihe in Eldena, wo ein Investor Häuser für betreutes Wohnen errichten möchte, der Landkreis das aber anders sieht, da eine Bebauung innerhalb des Ortsbildes so nicht möglich sei.

Ein weiterer Fall befasste sich mit einer Geruchsbelästigung im Dorf Werle, ausgelöst durch Tiere einer Rinderanlage, da sich laut Aussage einer Bürgerin die Haltungsbedingungen geändert haben und die Tiere jetzt zwischen den Ställen eng beieinander stehen. Angesprochen wurde auch das Problem der Tauschflächen im Zuge des Autobahnbaus A14, wo Landwirte aus dem Raum Dreenkrögen-Lüblow diesbezüglich kein Angebot bekommen, andere Landwirte aber Tauschflächen bekommen würden. Wichtig sei es, so Matthias Crone, sich hier zuallererst an das zuständige Ministerium als oberste Landesbehörde zu wenden, um sich Klarheit zu verschaffen.

Insgesamt gingen von Bürgern aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim bis Ende Oktober 2013 insgesamt 169 Petitionen beim Bürgerbeauftragten ein.

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