Hagenow : Sanierung des Museums begann

Das Museum der Stadt Hagenow gehört zum historischen Kern der Kommune. Dieter Hirschmann
1 von 6
Das Museum der Stadt Hagenow gehört zum historischen Kern der Kommune. Dieter Hirschmann

Die Arbeiten zur Sanierung des Hagenower Museums haben begonnen. Mit dem Öffnen des Fachwerkes bekommt das Gebäude sein historisches Aussehen wieder. Das Haus soll in einem Jahr wieder in alter Schönheit erstrahlen.

von
13. Dezember 2010, 09:39 Uhr

Hagenow | Die Arbeiten zur Sanierung des Hagenower Museums haben begonnen. Auffällig für den Betrachter ist derzeit der geöffnete Durchgang zum Hof. Auf der rechten Seite des Gebäudes in der Langen Straße erstreckt sich, abgedeckt durch eine grüne Bauplane, der Durchgang zum hinteren Bereich des historischen Ensembles.

Mit dem Öffnen des Fachwerkes bekommt das Gebäude weitestgehend sein historische Aussehen wieder. Das Haus, im Jahre 1828 von Christian Jessel erbaut, soll, wenn alles gut läuft, in einem Jahr nach Abschluss der Arbeiten wieder in alter Schönheit erstrahlen. Die geplanten Gesamt-Baukosten belaufen sich nach den Worten von Dirk Wiese von der Stadtverwaltung auf über eine Million Euro, von den förderfähigen Kosten werden 75 Prozent durch die Städtebauförderung getragen, 25 Prozent trägt die Kommune.

Worum geht es? "Wir führen am Hauptgebäude im Rahmen der Gesamtsanierung des Hauses den ersten Bauabschnitt durch", erläutert Dirk Wiese, zuständiger Fachbereichsleiter Bau und Stadtentwicklung der Verwaltung, unter Hinweis darauf, dass bereits in den vergangenen Jahren einzelne Sicherungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt wurden. Jetzt ist nach seinen Worten zunächst die Giebelsanierung aktuell. Dabei handelt es sich um den Giebel, der mit der Öffnung der historischen Durchfahrt freigelegt wurde. Wie Thomas Bürger, der zuständige Planer, im Gespräch mit SVZ sagte, geht es derzeit darum, das marode Fachwerk zu erneuern, das Fundament zu stabilisieren und zu unterfangen. Und was die Durchfahrt oder den Durchgang betrifft, wird im Zuge der Sanierungsarbeiten und in Absprache mit allen Beteiligten eine optimale Lösungsvariante gesucht, die den aktuellen Erfordernissen ebenso entspricht, wie den historischen Überlieferungen.

An Hand von verschiedenen Proben wird nun ermittelt, inwieweit die Erbauer des Hauses seinerzeit den Durchgang nutzten, ob eine Pflasterung vorhanden und wie stark das Gefälle vom Niveau des Hofes bis zur Langen Straße war. Fest steht wohl, dass im Zuge der Schaffung von weiterem Wohnraum im Haus die Zufahrt geschlossen wurde. Mit dem Öffnen verschwanden ein Archiv- und ein Büroraum, die sich neben der historischen Gaststätte befanden. Nach den Worten von Dirk Wiese zeichnet sich zudem eine mögliche Förderung der Giebelsanierung durch eine Stiftung ab.

Wenn dieser Bereich abgeschlossen ist, geht die Sanierung des gesamten Hauses stufenlos weiter. Die Mittel stehen im Rahmen der Städtebausanierung bereit. Dabei gilt besondere Aufmerksamkeit u.a. dem Fachwerk, den Fenstern, dem Dach sowie der Wärmeisolierung des Gebäudes.

Michael Baehr von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises begrüßt den Entschluss der Stadtvertretung zur Sanierung des Museums, nachdem das Synagogenen sem ble fertig gestellt ist. Nach seinen Worten handelt es sich beim Museumsgebäude um das stattlichste Ackerbürger-Fachwerk-Gebäude in der Stadt neben dem Stadtvogtei-Haus am Rathausplatz. Es hat eine Vielzahl von wichtigen und prägenden Elementen, wie der Eingangstür, der aufwendigen Treppe und weiteren historischen Details. "Bei der Sanierung kommt ein Restaurator zum Einsatz. Wir freuen uns auf entsprechende Funde, die im Zuge der Sanierung wahrscheinlich noch zu Tage kommen werden", betont der Denkmalpfleger.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen