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Lokales

21. November 2017 | 09:23 Uhr

Sandsäcke liegen bereit

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2011 | 06:54 Uhr

Prignitz | Die Hochwasserschutzmaßnahmen im Landkreis laufen an. In Wittenberge begannen mehr als 20 Feuerwehrleute gestern früh mit dem Aufbau der Spundwand. Bis zum Nachmittag reichte die zusätzliche, etwa einen Meter hohe Barriere aus Kunststoffelementen von der Hafenbrücke über die Karthane bis zur Elbstraße. "Die Spundwand erfüllt in erster Line den Zweck, Wellenschlag und Spritzwasser abzuhalten", sagte Wittenberges Wehrführer Chris Brandt.

Das Aufstellen der Spundwand war allerdings nicht der erste hochwasserbedingte Einsatz in diesem Jahr, denn bereits am Dienstagabend mussten die Kameraden ausrücken, um einige Häuser in der Hafenstraße mit Sandsäcken gegen Qualmwasser zu schützen. Gestern wurde die provisorische Barriere noch mit wasserdichten Folien verstärkt. Außerdem ist seit gestern die Feuerwache rund um die Uhr mit einem Einsatzleiter und einem Vertreter des Landesumweltamtes besetzt. "So können wir bei Schadensmeldungen unserer Deichläufer schnell reagieren", sagte Brandt. Um eventuelle Leckagen abdichten zu können, werden in der Elbestadt 1000 Sandsäcke bereit gehalten, hieß es aus dem Hochwasserstab.

Das Amt Bad Wilsnack/Weisen trifft ebenfalls Vorsorge, um bei Leckagen in Deichen vorbereitet zu sein. "Wir füllen in Weisen, Breese und Bälow Sandsäcke, insgesamt rund 3000 Stück", teilte Amtsdirektor Hans-Jürgen Arndt mit. Mit diesen könne man bei Bedarf den Fuß der Deiche stabilisieren oder Qualmwasser von Häusern abschotten. "Von der Höhe her sind die Deiche ausreichend, da müssen wir nicht mit Sandsäcken arbeiten", so Arndt. Auch die Deichläufer im Amt bereiten sich vor. "Unser Abschnitt erstreckt sich von Quitzöbel bis nach Weisen, insgesamt 18 Mann werden zur Überwachung eingesetzt", teilte der Amtsdirektor mit.

Auf prophylaktische Bereitstellung von Sandsäcken verzichtet das Amt Lenzen Elbtalaue bislang. "Derzeit gibt es dazu noch keine Veranlassung", war vom stellvertretenden Amtsdirektor Harald Ziegeler zu erfahren. Vorbereitungen treffe man allerdings für die Kontrolle der Deiche im Amtsbereich. "Sobald die Alarmstufe III ausgerufen wird, wird auch Personal für die Deichkontrolle zur Verfügung stehen", so Ziegeler.

Das eigene Grundstück zu sichern, sei Aufgabe der Eigentümer, sagte Landrat Hans Lange. Wer in Wassernähe wohne, solle achtsam sein, rechtzeitig reagieren, Nachbarn um Hilfe bitten. Erst dann seien die Kommunen und der Kreis Ansprechpartner, wenn Hilfe benötigt werde.

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