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Lokales

12. Dezember 2017 | 13:19 Uhr

Samtpfötchen außer Kontrolle

vom

svz.de von
erstellt am 28.Mai.2010 | 05:53 Uhr

Warin | Von einer "Katzen-Plage" am Wariner Fritz-Reuter-Platz spricht Karl-Heinz Engel, der dort einen Garten hat. In einem Nachbargarten halte jemand mehrere Katzen und lasse diese frei herumlaufen. Da dieser Garten sehr unordentlich - "eine Müllkippe" - sei, suchten sich die Katzen jedoch in der Nachbarschaft bessere Plätze, leider auch um ihren Schmutz zu hinterlassen. "Wir haben ständig Katzenkot im Garten", erklärt Karl-Heinz Engel. Wie ihm gehe es auch anderen Gartenfreunden.

Die Verschmutzung durch die streunenden Katzen gehe sogar noch weiter. Unweit der Gärten befinde sich eine Kita. "Ich weiß, dass die Katzen ihren Unrat auch im Spielkasten hinterlassen", so Engel. Er habe darüber mit dem Wariner Ordnungsamt und auch dem Amtsvorsteher gesprochen. Bisher habe es leider keine Besserung gegeben: "Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll", sagt der Wariner.

Manfred Grünberg vom Ordnungsamt in Warin kennt das Thema Katzen-Plage. "Ich habe mit dem Katzenhalter schon gesprochen und ihn gebeten, die Katzen wenigstens sterilisieren zu lassen, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren", sagte er gestern. Das Problem: "Es gibt keine Katzen-Verordnung", so Grünberg. Während bei herumstreunenden Hunden rechtlich durchaus Möglichkeiten bestehen, Halter zur Ordnung zu rufen, sei dies bei den Samtpfötchen anders. "Das ist schwierig", erklärt Grünberg.

Im Gespräch habe der Wariner Katzenhalter erklärt, dass er das Problem lösen wolle. Aber kein Tierheim nehme derzeit eine Katze auf, habe der Halter erklärt. Manfred Grünberg will dranbleiben. "Ich werde nochmals mit dem Halter sprechen."

Im Tierheim Dorf Mecklenburg, das die Stadt Warin mit als Einzugsgebiet hat, wäre derzeit in der Tat kein Platz für weitere Tiere. "Wir nehmen Katzen auf, aber nur wenn die Kapazität es erlaubt", erklärt Sandra Wolf, die stellvertretende Heimleiterin. Momentan sei Katzen-Hochzeit, da im Mai und später auch im September/Oktober viele Katzenjunge dazukämen. "Weil niemand die Katzen kastrieren lässt", erklärt Wolf.

Das Tierheim hat derzeit etwa 140 Katzen zu versorgen, rund 100 mehr als sonst im Bestand sind. Mehr sei nicht drin, so Wolf. Im Wariner Fall sei das Ordnungsamt zunächst für die Katzen-Plage zuständig. Ein Kontakt zum Tierheim wäre dann möglich.

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