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Lokales

22. September 2017 | 19:15 Uhr

RWK: L 11 muss schnell kommen

vom

svz.de von
erstellt am 18.Mär.2011 | 08:19 Uhr

Prignitz | Die gute Nachricht: Die neue Trasse der Landesstraße 11 soll nicht durch Weisen und über Breese verlaufen, wie noch vor Wochen vom Landkreis befürchtet. Das sagen zwei Schreiben aus, die die Kreisverwaltung jetzt vom Potsdamer Infrastrukturministerium und auch vom Landesbetrieb für Straßenwesen erhalten hat. Vielmehr werde die Trasse favorisiert, die seit längerer Zeit in der Diskussion ist, nämlich am Instandsetzungswerk vorbei über die Stepenitz, dann rechts weg und ein Stück auf dem neuen Deich verlaufend, rechts am Breeser Sportplatz vorbei in Richtung Wittenberge.

Die schlechte Nachricht: Das Geld dafür fehlt. Und das ist in zweifacher Hinsicht ein Dilemma, wie Vertreter des Regionalen Wachstumskerns (RWK) Prignitz gestern den Prignitzer Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann (CDU), Thomas Domres (Linke) und Holger Rupprecht (SPD) deutlich machten. Zum einen ist die L 11 ein Schlüsselprojekt des RWK, wird dringend benötigt für die verkehrstechnische Anbindung des Wittenberger Industriegebietes Süd, vor allem des neuen Elbeports. Zum anderen wird der zügige Bau für den Hochwasserschutz in Breese benötigt. Dort soll ein neuer Deich entstehen, der die Anwohner besser vor der bei Elbehochwasser rückstauenden Stepenitz schützen soll. Für drei Deichabschnitte steht die Planung und auch die Finanzierung. Was fehlt, ist der vierte Abschnitt, auf dem ein Teilstück der Straße verlaufen soll.

"Die Bürger wollen verbindliche Aussagen; wann es losgeht und wann alles fertig ist", bringt es Breeses Bürgermeister Werner Steiner auf den Punkt. Und das um so mehr, weil der Landesbetrieb für Straßenwesen am 14. Februar die Stepenitzbrücke der jetzigen L11 zwischen Breese und Wittenberge gesperrt hatte, nachdem sie bereits jahrelang nur mit maximal 1,5 Tonnen Last befahren werden durfte. Damit aber ist eine wichtige Verbindung zwischen beiden Orten durchtrennt.

Verbindliche Aussagen fordert auch der RWK ein. Das um so mehr vor dem Hintergrund, dass Brandenburg nur noch bis 2013 zu den vorrangigen Fördergebieten der Europäischen Union zählt. Was danach noch an Fördermitteln gerade auch für derartige Infrastrukturmaßnahmen aus Brüssel fließt, weiß derzeit niemand. Es reiche also nicht aus, dass die zuständigen Minister in Potsdam, wie schon geschehen, sich zur L 11 verständigen, sondern der Bau müsse schnell in den Landeshaushalt eingeordnet werden.

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