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Lokales

22. November 2017 | 08:44 Uhr

Dschungelcamp : Rupprath "hat das nicht nötig"

vom

Ab Freitag geht der 77-fache Deutsche Meister und Gewinner von 59 internationalen Medaillen Thomas Rupprath in Australien im Rahmen der Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" in den Dschungel.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 12:11 Uhr

Rostock | Auf dem fünften Kontinent fing alles an: 1998 erste Weltmeisterschafts-Teilnahme in Perth, neun Jahre später in Melbourne letzte WM-Medaille mit Silber über 50 Meter Rücken. Dann am 26. Juni 2010 bei den nationalen Titelkämpfen ein stiller, allerdings vorerst inoffizieller Abschied vom Leistungssport nach eindrucksvoller Bilanz: Zwei Olympia-Medaillen mit der Staffel, Doppel-Weltmeister 2003 und 2004, acht Welt- und 22 Europarekorde nennt der 33-jährige Thomas Rupprath sein Eigen.

Ab morgen geht der 77-fache Deutsche Meister und Gewinner von 59 internationalen Medaillen ebenfalls in Australien im Rahmen der 5. RTL-Staffel "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" in den Dschungel (NNN berichteten). Täglich ab 22.15 Uhr ist eine der 17 Folgen zu sehen.

Aber ist dieser Auftritt nur Gaudi oder mehr? Womöglich eine andere Art von Trainingslager an Stelle des 50-m-Beckens der Neptun-Schwimmhalle, in dem Thomas in der vergangenen Woche mehrfach wieder seine Bahnen zog? Etwa Trockentraining mit Gefahrenzulage? Zumal bekannt ist, dass der Hansestädter in Diensten des SV Würzburg 05 im Februar erneut seine Schwimm-Utensilien herausholt und für die Franken in der Vorrunde der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft in Essen startet?!

"Michael Phelps (gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking acht Goldmedaillen - d. Red.) und manchmal ich selbst", hatte der Rücken- und Delfin-Spezialist vor Jahren einmal auf die Frage nach seinem schwersten Gegner geantwortet. Da liegt Wahrheit drin. Für Siegfried Willecke, Vorsitzender des Neusser SV, des alten Heimatvereins von "Ruppi", ist der Gang ins Dschungelcamp jedenfalls unerklärlich: "Ich kenne die Beweggründe nicht. Als Sportler mit seinem Namen hat er es meines Erachtens nicht nötig, da mitzumachen." Der Bürgermeister seiner ehemaligen Heimatstadt, Herbert Napp, fügt im Online-Auftritt der Neuß-Grevenbroicher Zeitung NGZ hinzu: "Ich glaube, dass die im Camp antretenden Teilnehmer ihre beste Zeit hinter sich haben."

Thomas Rupprath, der durch den Deutschen Schwimm-Verband noch nicht aus der Nationalmannschaft verabschiedet wurde, stand zuletzt neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Inhaber eines Hypoxi-Figurstudios dem Sender Eurosport als Co-Kommentator und anerkannter Fachexperte zur Verfügung. Doch nicht nur das. Er verdingte sich auch als "Koch" im Rahmen eines Promi-Dinners. Sein selbst kreiertes Menü konnte sich durchaus sehen lassen. Auch hier musste er einiges über sich ergehen lassen. "Boah, da krieg ich Schüttelfrost", lautete zum Beispiel sein Kommentar nach dem "Genuss" von Lammhoden auf Toast einer ebenfalls kochenden Prominenten.


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