zur Navigation springen
Lokales

12. Dezember 2017 | 13:16 Uhr

Runder Tisch verworfen

vom

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2010 | 07:05 Uhr

Schwerin | Zur Aufarbeitung von Kindesmissbrauch wird es in MV keinen eigenen Runden Tisch geben. Kriminelle Geschehnisse in Kinderheimen und Jugendwerkhöfen der DDR sollen nach den Worten von Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) am Runden Tisch der Bundesregierung zur Sprache kommen. Sie halte es für wichtig, das Thema Missbrauch in den Ostländern nicht isoliert zu diskutieren, sagte sie am Freitag im Schweriner Landtag. Opfer in Ost und West hätten die gleichen Rechte.

Für Mecklenburg-Vorpommern sitzt Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) in Berlin am Runden Tisch mit rund 60 Vertretern von Bund, Ländern und verschiedenen Institutionen. Die FDP-Fraktion hatte einen Runden Tisch sowie eine interministerielle Arbeitsgruppe im Land gefordert. Schwesig und die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Margret Seemann (SPD) verwiesen da rauf, dass im Land gute Beratungsstellen für Opfer sexueller Gewalt und Präventionsprojekte existierten. Zusätzlich hat Kuder in dieser Woche eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer staatlicher Einrichtungen bei der Opferhilfe Rostock eingerichtet. In zwei Tagen hätten sich bereits zwölf Opfer gemeldet.

Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Armin Jäger, meinte: "Wir brauchen keine interministerielle Arbeitsgruppe, wir brauchen diese Landesregierung nicht zum Jagen zu tragen." Die meisten Opfer melden sich laut Seemann im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, der Tatzeitpunkt liege meist weit vor dem 18. Lebensjahr. Wichtig sei es, Anzeichen von Missbrauch frühzeitig zu erkennen. Dafür müssten Eltern und Erzieher geschult werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen