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Serie "Urlaub vor der Haustür" : Reppiner Burgwall : Ruine mit Badestelle

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In unserer neuen Serie "Urlaub vor der Haustür" empfehlen wir heute einen kostenfreien Ausflug an den Rand der Landeshauptstadt zum Reppiner Burgwall. Mit dem Reppin verbinden sich für viele Bürger schöne Erinnerungen.

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erstellt am 02.Jun.2011 | 01:07 Uhr

Mueß | In unserer neuen Serie "Urlaub vor der Haustür" empfehlen wir heute einen kostenfreien Ausflug an den Rand der Landeshauptstadt zum Reppiner Burgwall.

Mit dem Reppin verbinden sich für viele Schweriner schöne Kindheitserinnerungen. Mancher hat hier mit seinen Freunden Geburtstag gefeiert, als kleiner Ritter mit Schwert und Schild siegreich die Zinnen gestürmt oder einfach nur den umgestürzten Baum am Seeufer erklettert und den Blick auf Wasser und Stadt genossen.

Bereits um 1860 war der Reppin ein beliebtes Ausflugsziel der Schweriner. Zwei Jahrzehnte später wurde der Platz, an dem später die Burgruine entstand, nach Friedrich Wilhelm, einem Sohn Friedrich Franz II., benannt. Anlässlich seines frühen Todes 1897 durch das Kentern des von ihm befehligten Torpedoboots in der Nordsee wurde 1899 ein Denkmal in Form eines Findlings aufgestellt. Die Burgruinenanlage wurde 1907 im Auftrag der gemeinnützigen Gesellschaft errichtet. Das Motto hieß: "Eine unvollendete Burg für ein unvollendetes Leben". Das Bauwerk im neoromanischen und neogotischen Stil vermittelt durch Wehrgänge und Schießscharten den Eindruck einer Wehranlage, diente aber nie zu Verteidigungszwecken, sondern nur der Staffage. Die Pläne für den Bau entwarf Baudirektor Gustav Hamann, von dem auch der Aussichtsturm auf der Insel Kaninchenwerder stammt.

Baden am Fuße des Turms

Der Burgwall liegt auf einer ufernahen Erhöhung der Halbinsel Reppin, die hier in den Schweriner Innensee ragt. Von der Aussichtsplattform auf dem Bergfried hat man Aussicht auf den See, die beiden Inseln und die Silhouette der Schweriner Innenstadt mit Schloss und Dom. Der Blick ist bereits von Wehrgang über dem Torbogen aus möglich, denn der Turm mit seinen 52 Stufen ist nicht ständig geöffnet.

Ein Geheimtipp für viele Schweriner ist die kleine Badestelle direkt am Fuße des Turms. Das klare, anfangs seichte Wasser bietet auch kleinen Kindern Badefreuden. Die Wiese am Ufer lädt zum Sonnenbad. Die Badestelle ist allerdings nicht bewacht. Die Badewasserqualität wird auch hier alle 14 Tage vom Gesundheitsamt untersucht. Das romantische Fleckchen ist auch ein Anziehungspunkt für Verliebte und Träumer. Kindergartenkinder spielten hier das Märchen von Rapunzel, obwohl sich der filmische Rapunzelturm am brandenburgischen Werbellinsee befindet. Und zur Walpurgisnacht braucht man nicht in den Harz zu reisen, denn am Reppin finden sich in dieser Nacht oft dunkle Gestalten ein, die sicher auch gern auf einem Besen durch die Lüfte fliegen würden...

Über den Namen Reppin gibt es verschiedene Deutungen. Die Westslawen könnten diesen Ort Repa, also Ort des Gerechten, genannt haben. Eine andere Deutung geht auf das slawische Wort Repin zurück und das heißt einfach Rübenland.

Wer zum Reppin wandert, könnte sich auf dem Weg dorthin auch in die lange Schlange am Eisstand Gasthaus "Zum Reppin" einreihen oder das Freilichtmuseum besuchen. Auswärtige könnten im Mueßer Feriendorf übernachten, um noch mehr von Schwerin zu sehen.

Visitenkarte - Anfahrt & Informationen

SCHWERIN: Reppiner Burg- künstliche Ruine auf der Halbinsel Reppin im Schweriner Stadtteil Mueß, direkt am  Südufer des Schweriner Innensees

  • am besten erreichbar über die Autobahnabfahrt Schwerin Ost (A14), dann der B321 Richtung Schwerin folgen und hinter Raben Steinfeld und Störkanal rechts nach Mueß

  • ansonsten durch Stadt Richtung Zoo, dort B 321 auswärts Richtung Crivitz fahren. Nach Gaststätte „Mueßer Bucht“ links ab

  • kein geschlossenes Objekt, daher ständig erreichbar
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