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Lokales

22. November 2017 | 00:05 Uhr

Ruf nach Breitband ohne großes Echo

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erstellt am 07.Okt.2010 | 08:48 Uhr

Güstrow | Groß Schwiesow hat ihn bereits, in Zepelin wird dran gebaut und Steinhagen (beide Amt Bützow-Land) bekommt ihn im nächsten Jahr - den schnellen Zugang auf die Datenautobahn. DSL-Breitbandverbindungen lautet das Zauberwort.

Vor knapp zwei Jahren war noch jeder fünfte Telefonanschluss im Landkreis Güs trow nicht DSL-fähig. Das wird sich bis zum kommenden Jahr ändern. Bereits jetzt zeigt das von Bund und Land Anfang 2009 aufgelegte Programm zur besseren DSL-Versorgung des ländlichen Raumes Wirkung.

In Groß Schwiesow steht das Netz bereits, in Zepelin und Oettelin wird daran gebaut, informiert Bernd Holter vom Zweckverband "Elektronische Verwaltung in MV". Der Verband ist mit der Umsetzung des Förderprogramms im Land beauftragt, hat dafür für die ersten beiden Jahre rund 4,4 Millionen Euro in Ausicht gestellt bekommen.

Bundeswirtschaftsminister Brüderle kündigte am Mittwoch eine Breitband-Informationsoffensive an. Ein erster Schritt ist der neue Breitband-Atlas, der seit Mittwoch im Netz abgerufen werden kann (www.zukunft-breitband.de). Mit diesem Instrument könne für jede Gemeinde der aktuelle Stand bei der Breitbandversorgung abgefragt werden, heißt es in einer Erklärung des Bundesministers. Des Weiteren sollen 170 Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, die bisher sehr schlecht mit dem schnellen Zugang zum weltweiten Netz versorgt sind, ein umfangreiches Informationspaket erhalten.

Informationen sind ohnehin das A und O bei der besseren Ausstattung der Kommunen mit dem schnellen Internet. In der kleinen Gemeinde Dreetz bei Bützow sei man maßlos enttäuscht, dass es immer noch keine Breitbandversorgung gibt, informierte jüngst Bürgermeister Siegfried Britzke. Bernd Holter sagt, wo es klemmt: Bei der Bedarfsabfrage meldeten sich nur zwei Einwohner. Auch in Jürgenshagen (unter zehn) und in Hohen Sprenz (drei) gab es kaum Reaktionen. "Wir machen die Bedarfsermittlung nicht zum Selbstzweck, sondern sie ist ganz wichtig für die Unternehmen, die investieren sollen", sagt Holter. Es müsse sich wirtschaftlich rechnen. Es werde auch nicht mehr nur auf eine leitungsbezogene Lösung orientiert. "Es wird künftig ein Mix aus Funkanbietern und der Kabellösung geben", so Holter.

Noch in diesem Jahr wird in Dolgen am See das schnelle Internet kommen, in Diekhof sei man bei der Projektvorbereitung, wie auch im Güstrower Ortsteil Klueß und in Klein Belitz (Amt Bützow-Land). Dort könnten die Internetnutzer im nächsten Jahr endlich auf das schnelle Internet hoffen.

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