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Lokales

24. November 2017 | 08:33 Uhr

Rückenwind für "Himmlische Ferien"

vom

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2010 | 08:37 Uhr

Rostock/Badendiek | Die evangelisch-lutherische Landeskirche Mecklenburgs ist außerordentliches Mitglied im Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich entsandte sie ihren Beauftragten für Kirche und Tourismus, den Badendieker Kersten J. Koepcke, als offiziellen Vertreter.

"Immer mehr Menschen suchen im Urlaub auch spirituelle Angebote. Dazu gehört ebenso der Besuch einer offenen Kirche oder Angebote für Kinder", sagt Koepcke und nennt Zahlen: "Etwa jeder zweite der 10,7 Millionen Übernachtungsgäste in MV besucht eine Kirche." Zugleich verweist der Tourismusfachmann auf laufende Projekte wie die kirchlichen Angebote am Ostseeradweg, Kloster- und Kirchenwanderrouten, Kirchenzelte auf Campingplätzen, Entdeckungstouren per Fahrrad oder die Initiative "Tritt ein - die Kirche ist offen". Hier gibt es auch im Landkreis Güstrow viele Aktivitäten. "Ebenso gehören die kirchenmusikalischen Angebote in den 84 Stadt- und 580 Dorfkirchen dazu", so Koepcke. Allerdings ist der Besucheransturm für Kirchgemeinden mitunter ein Problem, da sie "zu knappes Personal oder keinen finanziellen Spielraum haben", um Urlaubern attraktive Offerten anzubieten. Koepcke: "Vor diesem Hintergrund hat unser Fachkongress ,Himmlische Ferien angeregt, Angebote wie ,Kirche am Urlaubsort und ,Kirche unterwegs in touristischen Hochburgen entlang der Nord- und Ostseeküste als missionarische Aufgabe der evangelischen Kirche in Deutschland zu verstehen und als Pilotprojekt finanziell zu unterstützen." Auf Ebene der künftigen evangelischen Kirche im Norden würden die Herausforderungen und Chancen ebenfalls diskutiert. Dazu veranstalten die Gemeindedienste der Kirchen am 4. November einen Fachkonvent.

Von der Mitgliedschaft der Landeskirche im Tourismusverband verspricht sich Koepcke vor allem eine "gemeinsame Weiterarbeit an den strategischen Fragen der touristischen Entwicklung und damit der Zukunftsbranche in Mecklenburg-Vorpommern". Dabei verbinden die Kirche und die Touristiker Überlegungen, die "sowohl die Besucher als auch die Menschen, die im Gastgewerbe arbeiten, im Blick haben, die ökologische Verantwortung, sowie die Erhaltung und Vermittlung der landeseigenen Kulturgeschichte".

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