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Lokales

19. August 2017 | 11:33 Uhr

Rückendeckung für die Tunnelparty

vom

Rostock | Die Ausrichter der Tunnelparty, Robert Plath und Karl Sponholz, erhalten im Streit um das Verbot ihrer Veranstaltung Rückendeckung von der Warnowquerung GmbH. "Das ist eine zu rigorose Entscheidung", sagt deren Geschäftsführer Matthias Herrmann. Das habe er auch Innenminister Lorenz Caffier (CDU), der die Party nach den Todesfällen in Duisburg als pietätlos bezeichnet hatte, in einem Telefonat mitgeteilt. Das Verbot sei ihm zu populistisch und nicht an Fakten orientiert.

Das empfinden auch Plath und Sponholz so. "Über die Absage wurden wir aus der Presse informiert", sagt Sponholz. Das Problem sei nicht tunnelspezifisch, sondern betreffe alle Großveranstaltungen im Land. Bisher wurde die Tunnelparty aber als einzige mit einem Verbot belegt - trotz eines lückenlosen Sicherheitskonzepts.

Das beginnt damit, dass nur im Vorverkauf Karten erworben werden können. Die sind elektronisch, so dass Ordner und Polizei jederzeit über die Zahl der Menschen auf dem Gelände informiert sind. Zwei Meter hohe Zäune mit Sichtschutz sollen verhindern, dass die Besucher auf die Straße strömen. Im Tunnel wird es Panikgitter geben, um den Menschen genügend Raum zu gewährleisten. "Laut Gesetz müssen zwei Personen mindestens einen Quadratmeter Platz haben, bei uns hat eine Person zwei Quadratmeter", sagt Plath. Im Notfall werden die Fluchttüren zur zweiten Röhre des Tunnels geöffnet.

Vor den Bildschirmen der Überwachungszentrale sitzen die Einsatzleiter der Warnowquerung GmbH und der Polizei sowie ein Security-Mann. "Die Jungs haben auch unseren Fragenkatalog komplett abgearbeitet", sagt Herrmann. Der Tunnel werde an dem Wochenende sowieso für die jährliche Wartung gesperrt.

"Am besten wäre es, man würde sich mit uns zusammensetzen", sagt Sponholz. Er sei auch dazu bereit, über alternative Ausrichtungsorte zu reden. "Wir fühlen uns von der Politik allein gelassen", sagt er. Eine Klage vor Gericht sei nur die letzte Alternative. "Diesen Schritt wollen wir eigentlich nicht gehen", so Sponholz. Bisher wurden Verträge für 20 000 bis 30 000 Euro unterschrieben.

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erstellt am 01.Aug.2010 | 06:54 Uhr

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