RSAG erhöht Preis für Schülerticket

„Es wäre schön, wenn die Kostenfreiheit auch für Rostock gelten würde.“ - Jochen Bruhn, Vorstand der RSAG
„Es wäre schön, wenn die Kostenfreiheit auch für Rostock gelten würde.“ - Jochen Bruhn, Vorstand der RSAG

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23. Mai 2011, 07:48 Uhr

Rostock | Rostocks Eltern müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) erhöht den Preis für das Schülerticket. Die Karte, die rund um die Uhr zum Fahren mit allen Bussen, Straßenbahnen, S-Bahnen und Fähren des Verkehrsverbunds Warnow im Stadtgebiet Rostock ermächtigt, soll ab dem 15. August monatlich 24,50 Euro kosten - das sind 50 Cent mehr als bisher. "Ich denke, das ist okay", sagt Jochen Bruhn, Kaufmännischer Vorstand der RSAG. So sei das Ticket immer noch halb so teuer wie eine normale Monatskarte.

Grund für die Preissteigerung: Laut Bruhn muss die RSAG jährlich bis zu zwei Prozent mehr Kosten abfedern, die unter anderem in den Bereichen Personal und Energie entstehen. "Irgendjemand muss das bezahlen", sagt er. Im Gegensatz zu den Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern, in denen Schulwegkostenfreiheit herrsche, bekämen Rostocks Schüler keinen Zuschuss - obwohl der Weg von Toitenwinkel in die Stadtmitte in etwa genauso weit sei wie von Kühlungsborn nach Bad Doberan. "Deshalb wäre es schön, wenn es das auch für Rostock geben würde", sagt der RSAG-Vorstand.

Trotz erhöhtem Preis hofft Bruhn, dass die RSAG mit dem Ticket für 2011/2012 noch mehr Jugendliche als bisher erreichen kann. "Wir wollen mindestens 8000 verkaufen", sagt er. Derzeit nutzten 7800 von rund 15 000 Schülern in der Hansestadt die Fahrkarte für Schule, Freizeit und Ferien. Die meisten von ihnen nähmen das Angebot ab der 5. Klasse in Anspruch. "Vorher haben die Eltern noch Angst", sagt Bruhn. Für Grundschüler bietet die RSAG deshalb ein Schülerticket auf Probe an. Damit können Eltern ihre Kinder eine Woche lang auf dem Schulweg mit Bus und Bahn begleiten und sich versichern, ob sie dieser Herausforderung gewachsen sind.

Im neuen Schuljahr wird es auch einen Familien-Bonus geben. Das heißt: Bei drei und mehr Schülerticket-Verträgen pro Familie und Schuljahr sind nur zwei Fahrkarten kostenpflichtig. Die anderen sind umsonst zu haben. Hinzu kommt, dass Schüler für drei Euro mehr im Monat ihr Fahrrad mitnehmen können. Auch so versucht die RSAG zu punkten, die Teil des Verkehrsverbundes Warnow ist.

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