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Lokales

17. August 2017 | 21:33 Uhr

Rotstift bedroht Breeser Umgehung

vom

Breese | Schlechte Nachrichten für Breeser und den Wittenberger Hafen: Die Planungen für den vierten Bauabschnitt des Rückstaudeiches sind gestoppt. Auf diesem soll künftig die Umgehung der Landesstraße 11 verlaufen. Genau dieser Straßenbau ist wichtig für das Elbe-Hafenbauprojekt im Wittenberger Gewerbegebiet Süd - ein Schlüsselprojekt des Regionalen Wachstumskerns (RWK) Perleberg-Wittenberge-Karstädt.

"Der vierte Deichabschnitt soll gemeinsam mit der L11 geplant werden, da warten wir derzeit auf eine Aussage vom Straßenbau", sagt die Sprecherin des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Frauke Zelt gegenüber dem "Prignitzer".

Hans-Reinhard Reuter, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg, spricht Klartext. "Wir haben die Planung für die L 11 eingestellt auf Grund der Haushaltssituation". Das gelte für dieses Jahr. Was danach komme, könne er nicht sagen. Damit bestätigt er Befürchtungen, die man im Amt Bad Wilsnack Weisen ohnehin schon hatte aufgrund der nicht sehr vorderen Priorität dieser Straßenbaumaßnahme auf entsprechender Landesliste.

Angesichts der nach den Klausuren von SPD- und Linken-Fraktion des Brandenburger Landtages angekündigten weiteren Haushaltskürzungen vor allem auch im Bereich der Infrastrukturmaßnahmen, sprich dem Straßenbau, dürfte es für die L 11 auch im kommenden Jahr nicht so gut aussehen.

Dr. Jens-Uwe Schade, Sprecher des Potsdamer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, meint dazu, dass von Einschnitten ausgegangen werden könne. "Es muss abgewartet werden, was im Rahmen des Haushaltes 2011 verhandelt wird. Die Frage ist, ob die L 11 da in der Projektliste enthalten sein wird".

"Die L11 muss kommen", fordert dagegen ganz deutlich Lutz Lange, Sprecher des RWK und Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW). "Das Hafenprojekt geht gut voran, gerade ist die Ausschreibung für die Ertüchtigung des Schienensystems im Industriegebiet Süd erfolgt. Um das Projekt logistisch klar zu machen, ist die L 11 extrem wichtig als Zubringer", zählt er auf.

Sein einziges Zugeständnis für einen Aufschub sei die A 14: "Im Interesse der Finanzierung dieses für uns so wichtigen Autobahnbaus von Magdeburg bis an die A 24 heran könnten wir uns damit abfinden, dass der Umgehungsbau für die L 11 noch ein Stück verschoben wird. Aber kommen muss er unbedingt für das Hafenprojekt."

Eine gute Nachricht gibt es jedoch für die Breeser, die in Hochwasserzeiten mit dem Rückstauwasser der Elbe in der Stepenitzniederung zu kämpfen haben: "Noch in diesem Jahr gehen wir in das Planfeststellungsverfahren für drei Bauabschnitte des Rückstaudeiches", prognostiziert Frauke Zelt.

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erstellt am 13.Sep.2010 | 07:27 Uhr

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