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Lokales

19. November 2017 | 13:36 Uhr

Rostocks Seehafen holt auf

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erstellt am 14.Jan.2011 | 07:13 Uhr

Rostock | Die Hafenwirtschaft erholt sich: 2010 hat sich der Umschlag im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent erhöht. Allerdings ist das Höchstniveau von 2008 vor der Krise noch nicht erreicht. Der Seehafen trug mit 23,7 Millionen Tonnen den Löwenanteil am Gesamtumschlag. Das sagt Dr. Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), resümierend über das vergangene Jahr: "Wir sind raus aus dem Wellental und können ein positives Finanzergebnis zurückblicken." Das belegen die 25,3 Millionen Tonnen Güter, die in den vergangenen zwölf Monaten über die Rostocker Kaikante gegangen sind. Der Hafen verzeichnet hier ein Plus von 2,3 Millionen Tonnen.

Im Fracht- und Fischereihafen, Chemiehafen und anderen Anlagen gingen 1,6 Millionen Tonnen über die Kaikante. Allein der Fischereihafen hat 2010 erstmals die Million geknackt. "Der Umschlag an Flüssiggütern stieg um 15 Prozent auf 4,6 Millionen Tonnen", so der Geschäftsführer. Anders sieht es beim Stückgut aus. Dort verzeichnet die Entwicklungsgesellschaft einen Rückgang von elf Prozent. "Gemessen an dem Potenzial des Hafenplatzes ist das ein unbefriedigendes Ergebnis", sagt Bauermeister. Im Schüttgut hat der Hafen einen Zuwachs von elf Prozent erreicht. Hier wuchs der Umschlag von 540 000 Tonnen auf 600 000. "Besonders Getreide ist 2010 gestiegen, ich gehe davon aus, dass das Ergebnis mit den Bränden in Russland zusammenhängt", so der Geschäftsführer der Hero.

Hingegen der rollende Ladungsverkehr ist nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt 2009 wieder leicht angestiegen. Die Zahl der Fährpassagiere auf den Linien nach Dänemark, Schweden, Finnland und Polen sank um knapp 40 000 auf 2,1 Millionen Reisende. Bereits 2009 war die Zahl der Fährpassagiere um knapp 300 000 beträchtlich zurückgegangen. Dagegen werde in diesem Jahr bei den Kreuzfahrttouristen erneut ein Rekord erwartet, so Bauermeister. Am Passagierkai wurden 2010 rund 177 000 Seereisende gezählt.

In die Hafeninfrastruktur hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr rund 38 Millionen Euro investiert. Unter anderem wurden die Arbeiten an den Liegeplätze 37 und 25 für 10 Millionen Euro beendet. Die Erweiterung des Pier III in Höhe von 15 Millionen wurde mit der Ufereinfassung und Geländeauffüllung begonnen. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Energie hat die Gesellschaft in den vergangenen Monaten die Stromversorgung auf dem Gelände auf den neuesten technischen Stand gebracht und ein Umspannwerk errichten lassen. Durch die direkte Verbindung zum angrenzenden Hochspannungsnetz, wird dort die Energie in Mittelspannung umgewandelt. 6,5 Millionen Euro hat der Hafen darin investiert.

Für das begonnene Jahr plant die Gesellschaft 50 Millionen Euro auf dem Gelände zu verbauen. "Davon sind allein 15 Millionen Euro für die nördliche Erweiterung von Pier III veranschlagt", sagt Bauermeister. 2,5 Millionen werden in die Befestigung Südlich von Pier I investiert. Die vier Hektar große Fläche wird für das neue Fährterminal umgestaltet. In Etappen werde ein neues Fährcenter, eine überdachte Aberftigungslinie und eine optimierte Verkehrsführung entstehen. Gleichzeitig werde die alte Abfertigungshalle und die Kaihalle auf Pier I rückgebaut, so der Hero-Geschäftsführer: "Allein dafür wenden wir in diesem Jahr etwa 25 Millionen Euro auf".


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