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Lokales

17. August 2017 | 01:28 Uhr

Rostocks große Sanierungs-Liste

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Rostock | Die Verwaltung hat ihre Prioritätenliste für die Städtebauförderung 2011 vorgelegt. Im Oktober soll sie von der Bürgerschaft beschlossen werden. Die Liste umfasst 55 Projekte der Stadtsanierung, die in den nächsten Jahren von den Bundesmitteln gefördert werden sollen. Neu sind darauf die Sporthalle an der Petrischanze und das Erweiterungsgebiet am ehemaligen Güterbahnhof. "Bei der Sporthalle können wir über so genannte Sonderbedarfszuweisungen zusätzlich Geld bekommen", sagt Bauamtsleiterin Ines Gründel und erklärt damit die gute Platzierung des 1,2-Millionen-Euro-Projekts unter den ersten zehn Maßnahmen.

Die Prioritätenliste wird entsprechend den Beschlüssen der Bürgerschaft jährlich fortgeschrieben und der Reihe nach abgearbeitet. Hintergrund der Rangfolge sind die knapper werdenden Städtebaufördermittel. Erst in diesem Jahr hat der Bund seine Zuschüsse um 20 Prozent gekürzt. Weitere Einschnitte sind im Gespräch. Zu den Projekten, die laut Liste als nächstes in Angriff genommen werden sollen, zählen Erschließung, Straßen und Gräben des Petriviertels sowie die Nordseite des Neuen Marktes und das Schifffahrtsmuseum. Für das 3,9 Millionen Euro teure Projekt in der August-Bebel-Straße 1 plant die Stadt 2,9 Millionen Euro Städtebaufördermittel. Ganz oben steht für 2011 die Kunst- und Medienschule Frieda 23. Dafür sind 4,6 Millionen Euro veranschlagt. 2,9 Millionen sollen aus dem Fördertopf des Bundes fließen. 2012 soll die Schule in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt fertig sein.

Für die Jahre danach stehen weitere Straßen im Zentrum Rostocks auf dem Programm, unter anderem die Straßen beim Glatten Aal, Großer Katthagen, die Gertrudenstraße, Zochstraße und die Ernst-Barlach-Straße. Auch ein Theaterneubau steht auf dem Programm - mit Rang 38 allerdings erst im hinteren Mittelfeld.

Auf die letzte Position der Liste ist das Gebiet südlich der Barlach-Straße, Höhe alter Güterbahnhof nachgerückt. Knapp 8 Millionen Euro Gesamtkosten sind dafür veranschlagt, davon 6,7 Millionen Städtebaufördermittel. Zeitraum: 2013 bis 2018.

Nicht mehr auf dem Plan steht die Östliche Altstadt. Hier wurden in den vergangenen Jahren wichtige Sanierungsmaßnahmen fertiggestellt und Baulücken geschlossen. "Auch die Westseite des Alten Marktes und die Grubenstraße haben wir erledigt. Das waren wichtige Aufgaben", sagt Gründel. Heute berät der Finanzausschuss über die neue Liste. Am 6. Oktober muss die Bürgerschaft entscheiden. Gut eine Woche später endet die Frist - dann muss die Liste bei der Landesregierung in Schwerin auf dem Tisch liegen.

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erstellt am 20.Sep.2010 | 08:54 Uhr

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