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Lokales

20. September 2017 | 20:20 Uhr

Rostocker Wirtschaft nimmt Fahrt auf

vom

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erstellt am 20.Okt.2010 | 09:14 Uhr

ROstock | Rostocker Unternehmer spüren den Aufschwung: Die Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK) hat ihren aktuellen Geschäftsklimaindex vorgelegt - und der steigt um 7,6 Punkte auf einen Wert von 115,4. Wie in der Vorumfrage vom Frühsommer dieses Jahres ist das Geschäftsklima im Bezirk Rostock damit durch eine kräftige Verbesserung gekennzeichnet. Nach Angaben der IHK erreicht das Konjunkturklima damit wieder das Vorkrisenniveau vom Herbst 2007.

Bis auf die Dienstleistungswirtschaft und das Gastgewerbe berichten alle Branchen von einer Verbesserung ihrer gegenwärtigen Geschäftslage. Auch die Erwartungen über die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten fällt bei den befragten Unternehmen nochmals deutlich optimistischer aus als im Mai dieses Jahres. Der Anteil der zuversichtlichen Unternehmen übertrifft den der skeptischeren um mehr als zehn Prozentpunkte. Grundlage dieser Bilanz sind fast 200 Unternehmensantworten. "Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Unternehmen im Bezirk Rostock sehr leistungsfähig und gut im Wettbewerb aufgestellt sind. Vieles spricht dafür, dass wir im kommenden Jahr bereits wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen können", sagt Rolf Paarmann, Hauptgeschäftsführer der Rostocker IHK.

Auch die Umsatzsituation der Unternehmen hat sich im Vergleich zur zurückliegenden Umfrage deutlich aufgehellt. Gegenwärtig berichten fast genauso viele Unternehmen von gestiegenen Erlösen wie von einer verschlechterten Bilanz. Insbesondere die Bauwirtschaft, der Handel und Unternehmen des Verkehrsgewerbes werten die Entwicklung ihrer Verkaufserlöse positiv. Die Branchen berichten auch von einem Zuwachs bei eingegangenen Aufträgen. Fast die Hälfte der befragten Baubetriebe meldet vollere Auftragsbücher. Allerdings führt das Auslaufen der Konjunkturpakete dazu, dass die Umsatzerwartungen der Bauunternehmen für die kommenden zwölf Monate schwächer ausfallen als noch im Frühsommer.

Der Anteil der Unternehmen, die mehr Gewinne verzeichnen, hat sich im Vergleich zur Vorumfrage im Mai verdoppelt. Damit einhergehend steigt auch die Bereitschaft der Gewerbetreibenden, zu investieren. Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Unternehmen plant gar keine Investitionen in den kommenden Monaten. Insbesondere Handel und Verkehrsgewerbe wollen ihre Investitionsbudgets kräftig erhöhen. Nach wie vor ist das Hauptmotiv für Investitionen der Ersatz beziehungsweise die Modernisierung von Betriebsmitteln, doch bereits an zweiter Stelle nennen die Unternehmen die Erweiterung ihrer Kapazitäten.

Parallel dazu hat sich auch die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen weiter verbessert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Mitarbeiterzahl erhöhen wollen, liegt gegenwärtig deutlich über dem Anteil der Betriebe, die eine Abnahme ihres Personalbestandes erwarten. Annähernd 90 Prozent aller befragten Arbeitgeber planen keinen Stellenabbau in den kommenden zwölf Monaten.

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