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Lokales

23. Oktober 2017 | 21:12 Uhr

Rostocker Uni startet international durch

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erstellt am 03.Sep.2010 | 07:11 Uhr

Rostock | Der erste internationale Masterstudiengang im Bereich Schiffstechnik startet Anfang Oktober an der Universität Rostock. Er wird von der Europäischen Kommission gefördert.

Die 20 Studierenden kommen unter anderem aus Algerien, Argentinien, Äthiopien, Brasilien, China, Frankreich, Iran, Japan, Jugoslawien, Kroatien, Palästina, Polen und Vietnam. Sie bekommen ein monatliches Stipendium von 1000 Euro. Alle Lehrveranstaltungen werden in englischer Sprache gehalten. Für den weltweit ausgeschriebenen Studiengang hatten sich 300 junge Leute beworben, die bereits über einen Master- oder Diplomabschluss als Ingenieur verfügen.

"Das liegt voll und ganz auf der Linie unserer Internationalisierungsstrategie. Über das große Interesse freue ich mich sehr. Es zeigt, dass unsere Angebote wettbewerbsfähig sind", sagt Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Rostocker Hochschule. Das dreisemestrige Studium erfolge im Verbund mit Universitäten in Belgien, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien, erklärt Prof. Dr. Robert Bronsart vom Lehrstuhl für Schiffbau. So können die Studenten eine Vielfalt von akademischen und kulturellen Umgebungen kennenlernen. Das Programm für den Studiengang sei vollständig neu konzipiert worden.

"Die Europäische Kommission verfolgt damit das Ziel, exzellente Bildungsangebote kooperierender europäischer Universitäten im Wettbewerb des sich zunehmend entwickelnden weltweiten Bildungsmarktes zu unterstützen", so Bronsart. Die Studenten haben die Gelegenheit, an drei Universitäten in drei Ländern aufeinander abgestimmte Lehrveranstaltungen zu belegen. "Das ist einmalig und ein großer Vorteil", so Bronsart.

Für die beteiligten Hochschullehrer aus Rostock bedeutet das Projekt, dass sie selbst auch an den ausländischen Universitäten unterrichten. Umgekehrt kommen auch die internationalen Fachkollegen an die Uni in der Hansestadt.

Im ersten Semester erfolgt das Studium an der Universität in Liège (Belgien), weiter geht es an der Ecole Centrale de Nantes in Frankreich. Je nach Interesse können die Studenten dann entweder ihr Studium an der Universität im rumänischen Galatz mit dem Schwerpunkt Hydrodynamik, an der Universität Genua (Italien) auf dem Gebiet Yachtentwurf oder an der Universität in Rostock mit einer Spezialisierung in computergestütztem Design und Produktionstechnik oder an der Universität im polnischen Stettin mit einem Fokus auf Schiffsstrukturmechanik abschließen. Die Ziele des neuen Studiengangs sieht Bronsart in der Befähigung der Absolventen, interdisziplinäre und hochentwickelte Methoden für die Entwicklung von effizienten und umweltgerechten Schiffen einsetzen zu können. Sie sollen zudem in verschiedenen Feldern der maritimen Forschung arbeiten können.

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