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Rostocker Playmobil-Krankenhaus findet bundesweit Nachbauer

vom

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erstellt am 07.Apr.2011 | 07:12 Uhr

Ein komplett eingerichtetes Spielzeugkrankenhaus im Rostocker Universitätsklinikum findet bundesweit Nachbauer. Die Idee, Kindern mit Playmobilfiguren den Ablauf in der Klinik zu erklären, sei noch besser als erhofft angenommen worden, sagte Gernot Rücker, Leiter des Notfallausbildungszentrums, am Donnerstag in Rostock. Kindern werde durch spielerische Simulationen in der Playmobil-Klinik nicht nur die Angst vor Ärzten genommen. Man erkläre gleichzeitig die Wichtigkeit der Ersten Hilfe und werbe für Gesundheitsberufe.

Das Notfallausbildungszentrum trainiert ursprünglich vor allem angehende und erfahrene Rettungskräfte für den Umgang mit Katastrophen. Großschadenslagen wie abgestürzte Flugzeuge oder ein Eisenbahnunglück können in Rostock auch detailgetreu mit Modellen nachgestellt werden. "Trotz aller Weiterbildung und moderner Technik ist aber die Wiederbelebungsrate in der Notfallmedizin nicht gestiegen", sagte Rücker.

Deshalb habe sich die Einrichtung für eine stärkere Ausbildung auch schon von Kindern und Jugendlichen eingesetzt, dieses Konzept werde nun von anderen Kliniken bundesweit nachgefragt, sagte Rücker.

Regelmäßig besuchen Schulklassen und auch Kindergartengruppen das Rostocker Notfallausbildungszentrum. Die Mitarbeiter demonstrieren dann altersgerecht verschiedene lebensrettende Maßnahmen und zeigen am Playmobil-Krankenhaus die Rettungskette. Mit Mehr als 200 Figuren können rund 30 verschiedene Szenarien nachgestellt werden, von der Einlieferung mit dem Rettungshubschrauber über die Operation bis zur Rehabilitation des Patienten.

Auf Initiative der Rostocker Notfallmediziner wurde außerdem in Mecklenburg-Vorpommern als erstem Bundesland ein Wiederbelebungstraining schon in den Unterricht der Siebtklässler aufgenommen. Im vergangenem Jahr startete der erste Lehrgang für insgesamt 12.000 Schüler und ihre Lehrer. Die Schulen wurden dafür mit Unterstützung der Björn-Steiger-Stiftung mit Notfallkoffern und Puppen zur Simulation von Beatmung und Herzdruckmassage ausgestattet.

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