Rostocker nehmen Barocksaal in Besitz

Volles Haus: Zwei Millionen Euro flossen in die Sanierung des Barocksaals - jetzt strahlt er so schön wie nie. Josefine Rosse
Volles Haus: Zwei Millionen Euro flossen in die Sanierung des Barocksaals - jetzt strahlt er so schön wie nie. Josefine Rosse

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21. November 2010, 06:44 Uhr

Stadtmitte | Elf Monate haben die Sanierungsarbeiten am Rostocker Barocksaal in Anspruch genommen. Knapp zwei Millionen Euro wurden in den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes investiert. 110 Handwerker aus 35 Unternehmen erneuerten die Fassade. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Am Sonnabend öffnete der wohl schönste Konzertsaal Norddeutschlands wieder seine Türen. Neben einer Festrede von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) musizierten zu diesem Anlass das Rostocker Barockorchester und das Danish Chamber Orchestra. Methling bezeichnete den sanierten Saal in seiner Rede als "Edelstein der Baukultur", dem es gilt wieder Leben einzuhauchen. "Der Barocksaal ist schöner denn je herausgeputzt. Wir wollen in Zukunft für eine vitale Bespielung sorgen", sagt Methling.

Zwischen Juni und August 2011 sollen in dem Festsaal täglich Kulturveranstaltungen angeboten werden. Neben Lesungen, Konzerten und Theateraufführungen, ist auch geplant Jugendweihen und Gesellenfreisprechungen Einzug zu gewähren. "Die Kraft und das Potenzial sind vorhanden. Es ist wichtig die Kulturlandschaft zu fördern", erklärt der Oberbürgermeister. Er selbst sei in den 1990er-Jahren darum bemüht gewesen, dass Veranstaltungen mit und im Barocksaal durchgeführt werden. "Der Raum wurde viel zu wenig genutzt. Die stiefmütterliche Behandlung führte letztlich dazu, dass der Saal zwischen 2002 und 2005 geschlossen wurde", erklärt er. Dem wird in Zukunft entgegengewirkt: "Bis Frühjahr 2011 sollen die Baumaßnahmen an der zweiten Etage abgeschlossen sein. Zusätzlich muss der Raum unter dem Barocksaal bis 2018 nutzbar werden", sagt Methling. Dieser soll als Hauptquartier für die besonderen Jubiläen der Stadt wie zum Beispiel die 800-Jahrfeier Rostocks fungieren.

Bereits 1750 wurde der Raum als Kulturstätte genutzt. Damals veranlasste Herzog Ludwig die Errichtung eines Theaters. Er gab den Auftrag einem französischen Architekten, der das sogenannte Komödienhaus, den heutige Barocksaal, entwarf. Der Raum wurde als Festsaal der Fürstenfamilie genutzt.

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