Rostocker entfliehen dem Alltag

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08. Juni 2010, 11:03 Uhr

Rostock | Ob Grillen, Erholen, die Sonne genießen oder im Garten puzzeln - überall in Rostocks Kleingartenanlagen sind die Laubenpieper am Werke. Für die Älteren ist der Garten zur Selbstverständlichkeit geworden und eine abwechslungsreiche Nahrungsquelle. Gemüse - von Bohnen und Kohlrabi über Kartoffeln und Tomaten - wird alles selbst angebaut. Sie gehören noch zur Generation der Selbstversorger. Der 83-jährige Helmut Igel aus Rostock hatte sein Leben lang mit der Landwirtschaft zu tun. "Meine Eltern haben mich in Sachen Gartenarbeit geprägt." Mit seiner Frau Luise Ninnemann pflegt er seit 30 Jahren sein Kleinod. Mittlerweile sind die Apfelbäume, die er als Jungbäume gepflanzt hat, gute Schattenspender.

Für die jüngere Generation ist die eigene Scholle ein Zufluchtsort vor dem Alltag, in der sie Ruhe und Erholung sucht. René Kleesaat fand 2004 einen völlig zugewucherten und vernachlässigten Garten vor, den er seitdem auf Vordermann bringt. "Ich bin schon stolz daruf, was ich hier geschafft habe, ich fahre gerne hierher", sagt der 39-Jährige aus Toitenwinkel. Wie es das Gesetz vorgibt, baut er Gemüse an. "Aber das, was ich ernte, ist soviel, dass ich es an Verwandte gebe." Wichtig sei ihm vor allem, dass er sich auf der selbst gebauten Terrasse zurücklehnen kann und Freunde zum Grillen vorbeikommen.

Rostocks 156 Kleingartenvereine sind begehrt. 35 000 Pächter gibt es hier. Nahezu null Prozent Leerstand gibt es nach Aussagen des Landesverbandes der Gartenfreunde in der Hansestadt.

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