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Lokales

24. September 2017 | 23:20 Uhr

Rostocker berät Berliner Museum

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erstellt am 18.Okt.2010 | 06:25 Uhr

Rostock/Berlin | Der Rostocker Zoologe Prof. Stefan Richter hat neben seiner Tätigkeit an der Uni Rostock eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe übertragen bekommen. Er wurde in den Wissenschaftlichen Beirat des Berliner Naturkundemuseums berufen, um dort den Generaldirektor Prof. Reinhold Leinfelder hinsichtlich künftiger Forschungsfragen zu beraten. In den kommenden vier Jahren geht der Rostocker Zoologe dieser Ehrentätigkeit nach und reist dafür etwa dreimal im Jahr in die Hauptstadt. Die erste beratende Sitzung liegt bereits hinter ihm, Anfang Oktober wurden die ersten Fragen im Beirat besprochen.

Mit mehr als 30 Millionen Sammlungsobjekten und 6600 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist das Berliner Museum das größte deutsche Naturkundemuseum und gehört darüber hinaus zu einem der fünf größten weltweit. In diesem Jahr feiert das Museum sein 200-jähriges Bestehen, dabei sind die Sammlungsobjekte teilweise wesentlich älter als das Museum selbst. Das Museum beherbergt mineralogische, geologische, paläontologische und zoologische Sammlungsbestände.

Experte für Evolution und Biodiversität

Diese dienen nicht nur deutschen, sondern auch internationalen Wissenschaftsgruppen zu Forschungszwecken. Unter dem Titel "Evolution der Vielfalt - Entwicklung der Erde und des Lebens" widmet sich das Museum der Frage, wie die Erde entstanden ist und wie es zu der Vielfalt und Fülle der Lebewesen auf ihr gekommen ist. Zur Beantwortung dieser Fragen forschen Systematiker, Evolutionsbiologen und Paläontologen, um die Ursachen und Mechanismen der Evolution zu verstehen. Der Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus sieben Experten zusammen, die über zukünftig wichtige Forschungsgebiete beraten. Richter ist dabei einer von zwei Zoologen und Experte auf dem Gebiet Evolutionsforschung und Biodiversität.

Für den Rostocker kam die Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat sehr überraschend. Er sagt: "Ich weiß lediglich, dass ich von Mitarbeitern des Museums für diese Tätigkeit vorgeschlagen wurde." Er ist dort kein Unbekannter, arbeitete von 1995 bis 2003 an der Humboldt Universität zu Berlin und kennt auch das Museum sehr gut. Darüber hinaus könnten seine bisherigen Museumserfahrungen aus Kopenhagen, Sydney und New York für die Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat wesentlich gewesen sein. Richter fühlt sich geehrt, die Aufgabe ausüben zu dürfen, denn er weiß um die Bedeutung des Ehrenamts: "Diese Aufgabe ist wichtig, da das Berliner Naturkundemuseum auch eines der wichtigsten Forschungszentren der Speziellen Zoologie und Evolutionsforschung in Deutschland und in der ganzen Welt darstellt." Es sei für ihn schön zu wissen, dass die Rostocker Perspektive in Berlin als hilfreich angesehen werde. Die Berufung erfolgte durch den Berliner Senatoren für Wissenschaft und Forschung, Dr. Emil Jürgen Zöllner (SPD). Richter freut sich auf die Tätigkeit in Berlin, unterstreicht jedoch, dass es sich um ein Ehrenamt handelt und seine Professur an der Uni Rostock Priorität hat. Voraussichtlich fährt er erst in einem halben Jahr wieder in das Naturkundemuseum.

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