Hanse Sail : Zwölf Männer, eine Liebe

Proben vor dem Auftritt: Konstantin Siegmeier, Alfred Jürgens, Felix Prochnow, Julian Berg, Philipp Wöllner, Max Piotraschke, Olli Schmidt, Martin Schröder, Kevin Wildner, Michael Donath und Malte Zylmann sind die Blowboys. (Jacob Stöckmann fehlt auf dem Bild. )
Proben vor dem Auftritt: Konstantin Siegmeier, Alfred Jürgens, Felix Prochnow, Julian Berg, Philipp Wöllner, Max Piotraschke, Olli Schmidt, Martin Schröder, Kevin Wildner, Michael Donath und Malte Zylmann sind die Blowboys. (Jacob Stöckmann fehlt auf dem Bild. )

Junge Männer entdecken ihre Leidenschaft für Seemannslieder / Sonntag treten die Blowboys auf der Sail auf

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07. August 2015, 17:00 Uhr

Sie singen von unendlichen Weiten, vom Leben auf dem Meer und von hübschen Frauen, die in den Häfen auf sie warten – und das obwohl die zwölf Freunde des Shantychors Blowboys weder alte Seebären sind, noch lange Bärte tragen. Auch auf einheitliche Matrosenoutfits würde die Gruppe keinen Wert legen. „Wir wollen uns von anderen Shanty-Chören unterscheiden“, sagt Alfred Jürgens.

Die jungen Männer, die gerade einmal 23 bis 32 Jahre alt sind, kennen sich aus dem Studium. In der Hochschule für Musik und Theater ist die Idee herangereift, einen Shanty-Chor zu gründen. Und das alles nur, weil Max Piotraschke für seine Akkordeon-Abschlussprüfung gesangliche Verstärkung brauchte. Die Jungs vom Kammerchor waren begeistert – zumal Max einen Hamburger Shanty anstimmen wollte. Eine neue Erfahrung für die meisten: „Im Studium haben wir vor allem Klassisches gesungen – Shantys nicht“, erklärt Felix Prochnow. Zum Bestehen hätte die Performance gereicht. Und das Beste: „Wir hatten richtig Spaß dabei“, so Max. Fortan trafen sich die Kumpels zum Proben. Sie arrangierten altbekannte Seemannslieder neu. „Die meisten Shantys sind zweistimmig, wir singen aber vierstimmig“, erläutert Philipp Wöllner. Dabei bezogen sie sich zunächst auf den Liederzyklus „Anker auf“ von Otto Groll. Dann fiel Philipp ein alter, dicker Liederhefter von seinem Opa in die Hand. Der hätte auf der Stralsunder Werft gearbeitet und schon vor vielen Jahren mit Kollegen einen Shanty-Chor gegründet. „Opi wollte mich schon abwerben“, sagt Philipp mit einem Augenzwinkern. Der Name Blowboys sei in Anlehnung an den Song „Ick hew mol en Hamborger Veermaster sehn“ entstanden. In dessen Refrain heißt es: „Blow boys blow, for Carlifornio.“ Am Sonntag treten die zwölf jungen Männer auf der Hanse Sail auf. Beim Shanty-Treffen wollen sie auch ihr Lieblings-Seemannslied anstimmen: „Wo es Mädels gibt Kameraden“ aus der Operette „Die Blume von Hawaii“.

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