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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 16:09 Uhr

Rostocks Lese-Ass : Zwölf Kinder teilen ihre Leselust

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Buchreihen stehen bei Sechstklässlern hoch im Kurs. Jury kürt Alexandra Barth von der Jenaplanschule zu Rostocks Gewinnerin

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erstellt am 24.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Alexandra Barth ist die beste Leserin der Rostocker sechsten Klassen. Die Schülerin der Jenaplanschule konnte beim gestrigen Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs, den jährlich der Deutsche Buchhandel veranstaltet, eine vierköpfige Jury von sich überzeugen.

Sie trat gegen die Besten von elf anderen Schulen an. „Sie hat das wirklich gut gemacht“, sagt Bibliothekarin Andrea Krause (54). Die Mitarbeiterin der Stadtbibliothek saß in der Jury und hatte es nicht leicht, sich zwischen den Finalisten zu entscheiden. „Es gab in diesem Jahr eine hohe Qualität der Teilnehmer“, sagt Krause. Neben ihr nahmen eine Deutschlehrerin, eine Mitarbeiterin des Literaturhauses und die Gewinnerin des letzten Stadtentscheids Ada Memmler von der Christophorusschule (CJD) in der Jury Platz.

Damit ihnen die Entscheidung leichter fällt, bekamen sie einen Bewertungsbogen an die Hand. „Das ist sonst sehr subjektiv. So wird alles ausgerechnet“, sagt Daniela Albrecht. Die 33-jährige Bibliothekarin des CJD organisierte den Stadtentscheid. „Lesen ist eine Grundkompetenz“, sagt sie. Für die Schüler bedeute es aber nicht nur Bildung. „Persönlich finde ich, es fördert die Lebensqualität, schafft einen Raum für Fantasie und entschleunigt“, so Albrecht. Gerade in diesem Alter – um die sechste Klasse – würden Schüler viel lesen. Besonders beliebt: Buchreihen wie die Warrior Cats oder Harry Potter. Der war dieses Jahr ausnahmsweise aber nicht im Wettbewerb präsent. Für die erste Runde, einen dreiminütigen Vortrag aus einem eigenen Buch, wählten die Stadtfinalisten Percy Jackson-Teile, Tolkien-Bücher oder auch „Winston – Ein Kater in geheimer Mission“. Aus dem Buch trugen gleich drei Kinder Passagen vor.

Alexandra wählte mit „Madita“ von Astrid Lindgren einen Klassiker. In der zweiten Runde aber war für alle ein vorgegebener Text dran. Die Jury bewertete Lesetechnik und Interpretation, ob Dialoge erkannt wurden und den Spannungsaufbau. „In der ersten Runde hatte ich noch mehrere Favoriten“, sagt Krause. In der zweiten wurde es ein Sieg für Alexandra. Sie fährt im Frühjahr zum Regionalausscheid nach Schwerin. Es folgt das Bundesfinale am 22. Juni.

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