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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 07:29 Uhr

Bühne für Bands : Zwischenbau bittet zum Vorspiel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lokale Gruppen bekommen die Chance zum Durchbruch. Den Auftakt machen die Jesters.

svz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 10:00 Uhr

„Die Clubs haben das Gefühl, es gibt keine lokalen Bands mehr, die bei ihnen spielen wollen und die Bands haben das Gefühl, keine Clubs für sich zu finden“ – eigentlich ist es ganz einfach, sagt Frank Schollenberger, Geschäftsführer und Gründer des Zwischenbaus. Aber häufig kommen beide Seiten halt auch ganz einfach nicht zusammen – das trifft gerade den musikalischen Nachwuchs schwer.

Mit einer neuen Programmreihe, dem Vorspiel, will der Club das ändern. „Wir wollen Bands, die einfach spielen wollen, eine Bühne geben“, sagt Mitorganisatorin Anne Roloff vom Zwischenbau. Immer montags ab 19 Uhr können zwei bis drei Bands die Bühne für sich vereinnahmen. Der frühe Startpunkt soll auch ermöglichen, dass gemäß des Jugendschutzes unter 16-Jährige auftreten können und für alle Älteren soll es einen Afterwork-Charakter geben.

Ein schöner Nebeneffekt für Schollenberger ist, durch die Reihe auch Jüngere für Livemusik – für handgemachte Musik – zu begeistern, einfach durch die moderate Zeit. „Früher war das leicht“, sagt Schollenberger. Ein paar Flyer und Plakate genügten und das Haus war voll. Heute ist es eher Elektromusik, die die heiligen Club-Hallen füllt. Dabei habe gerade Livemusik einen eigenen Charme. Das zeigt das Vorspiel.

Schon der Auftakt in dieser Woche war ein Erfolg. Das Publikum war noch übersichtlich, aber ausgesucht. Kumpels von Rostocks musikalischem Emporkömmling Marteria machten es sich im Publikum bequem und schauten sich den Bühnen-Nachwuchs mal an. Die Jesters starteten: Vier junge Frauen, die alles andere als leise sind – und mit Stimmgewalt und Enthusiasmus zeigten, dass sie die Ära Schülerband hinter sich lassen wollen. Gefunden haben sie sich aber bei der Rock- und Popschule. Von der Einrichtung wird jede Woche eine Band mit auf der Bühne stehen. „Die Bands müssen spielen, spielen, spielen“, sagt Schulleiter Christian Jack Hänsel. Deswegen sei ihm die Kooperation mit dem Zwischenbau sehr willkommen. Ein Auftritt sei so viel wert wie zehn Proben. Und Bands gibt es viele. „Es ist erstaunlich, was Rostock für ein Angebot hat“, sagt Schollenberger.

Dazu sollen musikalische Gäste kommen. „Die Bands melden sich bei uns, wenn sie touren und einen Zwischenstopp machen wollen“, sagt Anne Roloff. So spielten beim Auftakt neben den Jesters zwei kanadische Gruppen. Alle Stilrichtungen sind beim Vorspiel willkommen und auch Kabarettisten, angehende Moderatoren oder Poetry-Slammer könnten die Bühne entern.

Der Titel Vorspiel hat aber besonders für die Bands eine wichtige Doppelbedeutung – im Sinne von „vor jemandem spielen“. Der Zwischenbau will sich mit der Reihe auch einen Pool an möglichen Supportacts für bekanntere Künstler, die häufig am Wochenende auftreten, anlegen. Für die Jesters sieht es da gar nicht so schlecht aus: Frank Schollenberger und Anne Roloff waren begeistert von den rockigen vier Mädels. Die Programmreihe läuft. „Wir müssen einfach anfangen, wenn man das durchhält, wird das in den nächsten Jahren was ganz Großes“, sagt Hänsel. Sponsoren, die mit Technik, einem Schlagzeug oder Geld dafür aushelfen, werden noch gesucht.

Bewerbungen für Bands, gern mit Tonaufnahmen, via E-Mail an

info@zwischenbau.com oder persönlich vor Ort im Zwischenbau in der Erich-Schlesinger-Straße 19

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