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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 02:30 Uhr

Warnemünde : Zweite Heimat für Angelo Kelly

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Musiker fühlt sich mit Warnemünde verbunden. Konzert „Irish Christmas“ am 22. Dezember in der Stadthalle

Er gehört zur wohl berühmtesten Großfamilie der Welt – Angelo Kelly, der jüngste Spross, ist erwachsen geworden und hat mittlerweile seine eigene kleine Kelly Family. Mit seinen fünf Kindern und Ehefrau Kira besucht er noch in diesem Jahr die Hansestadt. Am 22. Dezember kommt er mit seinem Programm „Irish Christmas“ in die Stadthalle. Warum er sich mit Warnemünde tief verbunden fühlt und wo er das Weihnachtsfest und die Zeit zwischen den Jahren verbringt, erzählt er im Interview NNN-Autorin Jenny Strozyk.

Worauf dürfen sich die Besucher bei Ihrem Konzert freuen?
Wir sind kurz vor Weihnachten in Rostock, das macht es so schön. Unser Weihnachtskonzert ist ein bisschen anders als die anderen, deswegen nennen wir es „Irish Christmas“. Wir spielen bekannte Lieder aus der ganzen Welt, die sonst in Klassik, Jazz und Pop gespielt werden und bringen sie in ein irisches Gewand. Erstaunlich ist, dass es so gut zusammenpasst. Wir haben ein ganzes Jahr am Programm und am Album gearbeitet und mit irischen Musikern arrangiert. Wir haben dazu die passenden Lieder rausgesucht. Noch sind wir in Irland, kommen aber in zwei, drei Wochen rüber.

Was macht das Irische im Programm aus?
Dudelsack, Mandoline, alles was gut passt, haben wir damit arrangiert und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Album hat sich sehr gut verkauft, letztes Jahr war die Tour komplett ausverkauft. Dieses Jahr sind wir auch gut dabei. Gerade für Kira und mich ist es schön, in Rostock zu spielen. Wir fühlen uns in Rostock und Warnemünde zu Hause. Dass wir es vom Kurhaus im letzten Jahr nun in die Stadthalle geschafft haben, das ist ein großer Schritt. Der Sprung in die Stadthalle war groß, aber es war kein Fehler, denn es gibt nur noch Restkarten. Die Lieder sind meistens auf Englisch gesungen, aber auch einige deutsche Strophen sind dabei. Wir singen auch „Leise rieselt der Schnee“, die Instrumentalisierung wird allerdings irisch.

Ihre Kinder unterstützen Sie?
Der Kleinste ist auch mit dabei. Für die ersten paar Songs hat Kira ihn auf dem Arm. Dann wird er abgegeben, und von jemandem betreut, der meiner Frau auf der Tour hilft. Kira singt auch Solo. Sie singt die helle Glockenklang-Stimme. Das macht sie toll. In Rostock ist sie Lokalmatadorin, da ist sie noch nervöser, weil auch die Familie und Freunde im Publikum sind. Das habe ich wiederrum in Köln.

Wie bereiten Sie Sich auf die Tour vor?
Jeden Tag proben wir eine Stunde, dann jeder einzeln für sich. Die Kinder lernen seit ein paar Monaten Stepptanz. Außerdem kommt eine Lehrerin vorbei und macht Unterricht mit uns. Wir arbeiten gerade an der finalen Choreografie.

Einen Tag nach dem Konzert feiern Sie Ihren 35. Geburtstag. Wie werden Sie den Tag verbringen?
Ich gehe fest davon aus, dass ich abends mit Freunden in Rostock reinfeiern werde, bevor wir in den Bus einsteigen und nach Berlin weiterfahren. Wir sind eine lustige Truppe, werden aber nicht um die Häuser ziehen. Ich bin Familienvater, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal unterwegs war, was das überhaupt ist.

Wie verbringen Sie das Weihnachtsfest?
Dafür haben wir ein paar Tage frei. Über die Feiertage kommen wir nach Warnemünde und feiern mit Kiras Papa. Wir sind extra in der Nähe geblieben mit unserer Tour. Am 27. Dezember haben wir dann noch ein Konzert in Köln und am 29. Dezember beenden wir die „Irish-Christmas“-Tour in Dublin. Es ist schön, dass wir die Tour in der Heimat beenden.

Weckt das Erinnerungen an alte Zeiten mit der Kelly-Family?
Es kommen immer wieder Déjá-vu-Momente hoch. Aber meine Frau und ich haben vor fünf Jahren nicht gewusst, dass wir mal fünf Kinder haben, und zusammen Musik machen. Das hat sich über die Jahre ergeben. Wir haben ganz klein, ganz langsam begonnen. Das war bewusst so gewählt. Nun sind wir an einem Punkt, wo zwar nicht alles hoch professionell läuft, die Kinder sind schließlich in einem Lernprozess, aber das Publikum mag gerade, dass wir so natürlich und echt sind.

Was gefällt Ihnen an Warnemünde?
Ich bin sehr oft in Warnemünde. Ich fühle mich zum Teil auch schon wie ein Warnemünder. Ich gehe nie baden, das machen die richtigen Warnemünder auch nicht, sondern nur die Touristen. Ich gehe meistens die Parallelstraßen ab. Ich mag den Alten Strom und die Promenade, aber da ist es meist zu voll. In der Mühlenstraße kenne ich die kleinen Läden. Mein Lieblingslokal ist das Deja.bo – ein Wein und Tapas-Laden. Der Chef ist ein guter Freund von uns und macht auch mal früher zu. Dann haben wir den Laden für uns.

Was planen Sie für die nächsten Jahre?
Es ist erst mal keine Tour geplant. Gerade bauen wir am Haus weiter und wollen im nächsten Jahr als Familie ein bisschen reisen. 2018 möchten wir musikalisch weitermachen. Wenn wir als Familie fühlen, dass wir Lust haben, machen wir oder ich allein weiter. Die Kinder schreiben auch ihre eigenen Lieder. Im Grunde lässt sich das nicht erzwingen. Wir machen weiter, wenn es für alle einen Sinn ergibt und es allen Freude bereitet. Ich bin schon jetzt erstaunt, wie weit wir es gebracht haben.

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