Hanse Sail : Zwei Schiffe sind besonders treu

Zum achten Mal in Folge ist Bernd Feuerstein aus Berlin ist als Oberheizer an Bord der Stettin bei der Hanse Sail dabei. Weit mehr als die Hälfte des Jahresurlaubs widmet der im Verteidigungsministerium arbeitende Beamte dem Eisbrecher. Mit ihm zusammen sind sechs weitere Heizer an Bord des Traditionsschiffes, das in Marienehe direkt am AFZ liegt.
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Zum achten Mal in Folge ist Bernd Feuerstein aus Berlin ist als Oberheizer an Bord der Stettin bei der Hanse Sail dabei. Weit mehr als die Hälfte des Jahresurlaubs widmet der im Verteidigungsministerium arbeitende Beamte dem Eisbrecher. Mit ihm zusammen sind sechs weitere Heizer an Bord des Traditionsschiffes, das in Marienehe direkt am AFZ liegt.

Schonerbrigg „Greif“ und Dampfeisbrecher „Stettin“ sind Stammgäste und seit der ersten Hanse Sail ununterbrochen dabei

Egal, wie viele Traditionsschiffe sich zur Hanse Sail anmelden, zwei sind von Anfang an und ununterbrochen dabei: Das Segelschulschiff „Greif “und der Dampfeisbrecher „Stettin“ sind Stammgäste der maritimen Großveranstaltung in Rostock.

Dabei gab es vor allem beim Dampfeisbrecher Diskussionen, zu pausieren. „Dafür kann aber die Hansestadt nichts, wir fühlen uns in Rostock immer willkommen“, so Horst Matzkuhn, der sich als Nautiker auf dem Schiff engagiert. Aber nachdem die Stettin jahrelang den Liegeplatz 83 im Stadthafen hatte, wurde dem Eisbrecher von der Schifffahrtsbehörde Stralsund 2015 die Einfahrt aufgrund der Versandung und mangelnder Wassertiefe verwehrt. „Jetzt liegen wir in Marienehe direkt am Aus- und Fortbildungszentrum (AFZ). Der Platz an sich ist super, aber es fehlt natürlich das Laufpublikum“, so der 79-Jährige. Deshalb hoffen alle Freunde und Fans des Traditionsschiffes, dass der Stadthafen – wie von Hafenkapitän Gisbert Ruhnke gestern angekündigt – 2017 ausgebaggert wird und der Eisbrecher an seinen angestammten Platz zurückkehren kann.


Hanse Sail wird auch weiterhin angesteuert


Matzkuhn ist froh, dass sich der Vorstand des Stettin-Fördervereins trotzdem treu zur Sail bekannt hat. Denn für den ehemaligen Kapitän des Eisbrechers hat die Hanse Sail auch persönlich eine ganz besondere Bedeutung. „2002 habe ich das Schiff bei der Sail erstmals besichtigt. Da ich ein nautisches Patent habe und in Stettin geboren bin, habe ich gleich angefangen, mich im Verein zu engagieren“, so der Rostocker, der natürlich auch dieses Jahr an Bord ist.

Am Montag ist der Eisbrecher aus Kiel angereist. Wer mit dem weltweit größten, noch kohlegefeuerten Dampfschiff auf die Ostsee hinausfahren und einen ganz besonderen Törn erleben will, könnte laut Matzkuhn von heute bis Sonntag täglich am Liegeplatz vorbeikommen und an Bord ein Ticket erwerben. Was die Hanse Sail für die Crew der „Stettin“ neben den begeisterten Besuchern so anziehend macht, weiß Matzkuhn aus jahrelanger Erfahrung genau: „Der Service und die Betreuung sind wunderbar, das gibt es in keinem anderen Hafen.“

Dem stimmt auch Wolfgang Fusch, Kapitän der „Greif“ zu. Er ist selbst bereits zum 16. Mal dabei. „Wir haben ja schon immer eine besondere Beziehung zu Rostock. Das Schiff wurde in der Warnow-Werft gebaut und wir haben den vergangenen Winter hier gelegen“, so der 63-Jährige, der selbst bei der Deutschen Seereederei gelernt hat und seit 1970 an der Küste zu Hause ist. Die Hanse Sail ist dabei für die sechsköpfige Stammbesatzung und die ehrenamtlichen Unterstützer ein Pflichttermin. „Rostock ist wie eine alte Heimat. Man fühlt sich willkommen und zu Hause, das ist einzigartig“, so Fusch. Wenn die „Greif“ am Montag in Richtung ihres Heimathafens Ladebow ablegt, steht fest, dass sie spätestens im August 2017 wiederkommt. „Nicht nur was den Zustand des Schiffes betrifft, ist für eine Sail-Teilnahme unsererseits kein Ende abzusehen“, versichert der Kapitän.

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