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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 23:35 Uhr

Warnowtour : Zwei Busse helfen Gestrandeten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

54 Plätze für Mensch und Fahrrad bieten die Besenwagen von Familie Kofahl bei der Warnowtour am Sonntag

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Wenn am Sonntag Hunderte Radfahrer an der Warnowtour teilnehmen, dann bedeutet das für Heidrun Kofahl wieder, zwei ihrer Busse startklar zu machen. Denn auch in diesem Jahr soll das Busunternehmen Kofahl bei der insgesamt 40 Kilometer langen Strecke stets ein treuer Begleiter für die Teilnehmer sein. „Wir sammeln die Gestrandeten auf, also alle, die nicht mehr können“, sagt die Geschäftsführerin. Mit zwei Bussen inklusive Fahrradanhängern können bis zu 54 Radsportler einen Platz zum Ausruhen finden.

Bereits zum elften Mal wird durch die heimischen Gefilde geradelt – angefangen vom Neuen Markt in der Rostocker Innenstadt über Roggentin bis hin zum Ziel, dem Eselhof Schlage in Dummerstorf. „Wenn jemand nicht mehr kann oder sich überschätzt hat, dann kann er den Busfahrern vom Straßenrand aus ein Handzeichen geben, und dann nehmen wir ihn mit, bis ans Ziel“, sagt die Elmenhorsterin. So erinnert sie sich noch gut an drei ältere Damen, die im vergangenen Jahr an der Warnowtour teilgenommen haben. Eine der drei Frauen sei erschöpft gewesen, wollte aber partout nicht in den Bus einsteigen. „Sie wollte sich vor ihren Freundinnen nicht die Blöße geben“, so die Unternehmerin und ergänzt: „Doch irgendwann – mit viel Zureden ihrer Freundinnen -– ist sie dann doch eingestiegen.“ Es sei schließlich gar nicht so schlimm und die Radtour könne dann auch vom Bus aus miterlebt werden. Dabei sei es auch egal, wie alt die Teilnehmer sind, die den Bus in Anspruch nehmen wollen oder müssen. „Manchmal schaffen es auch die Kinder nicht mehr, weil die Eltern die Route überschätzt haben“, so Kofahl. Auch hier könne sich dann im Bus erholt werden. „Die meisten trauen sich jedoch eine Strecke zu und schaffen es dann nicht mehr zurück.“

Die Unternehmerin selbst fährt dieses Jahr nicht mit dem Rad mit, ist aber als Ansprechpartnerin in einem der Busse vor Ort. Auf das ein oder andere Gespräch mit Teilnehmern freut sich die Busunternehmerin jetzt schon, denn unabhängig von der Warnowtour bietet das Rostocker Unternehmen auch Radwanderungen in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club als Tages- oder Mehrtagesfahrten an.

Auch Tochter und Geschäftsführerin Katharina Kofahl wird am Sonntag mit ihrer Familie auf die Räder steigen. „Wir haben im vergangenen Jahr schon bei der Warnowtour mitgemacht.“ Mit ihren zwei Kindern, zwei und acht Jahre alt, freut sie sich auf einen Besuch des Eselhofs. „Die Tour ist ein Alltags- und Familienerlebnis und zugleich kann man sich sportlich betätigen“, so Katharina Kofahl. „Doch Radsportler sind wir in unserer Familie nicht, das ist eher ein Hobby“, erklärt Heidrun Kofahl. Und ihre Tochter ergänzt mit einem Lächeln: „Das artet bei uns also nicht aus.“


Die Tour

Am 8. Mai schwingen sich Rostocks Fahrradfreunde auf den Sattel. Dann startet die elfte Warnowtour. Los geht’s am Neuen Markt um 11 Uhr. Von dort führt die Strecke in gemütlichem und familienfreundlichem Tempo über den Mühlendamm die Tessiner Straße entlang nach Roggentin. Von dort geht es weiter über Petschow bis zum Eselhof in Schlage. Die Hinfahrt dauert etwa anderthalb Stunden. Am Ziel können sich die Teilnehmer bei einem Imbiss stärken und an einer Tombola teilnehmen. Als Hauptpreis gibt es eine Ballonfahrt zu gewinnen. Die Rückfahrt wird dann um 14.30 Uhr angetreten. Gegen 16 Uhr werden die Radler am Ausgangspunkt erwartet. Die Teilnahme ist nicht anmelde- und gebührenpflichtig. Jeder kann bei der Tour mitmachen – hauptsache er bringt ein eigenes Fahrrad mit.

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