Zum Schluss entscheidende Fehler

Mit Daumenschmerzen biss sich Miroslav Gudz durch, doch die Schinderei  war vergeblich. Foto: Georg Scharnweber
Mit Daumenschmerzen biss sich Miroslav Gudz durch, doch die Schinderei war vergeblich. Foto: Georg Scharnweber

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25. April 2010, 08:46 Uhr

Wilhelmshaven | Die Siegesserie des HC Empor Rostock ist gerissen. Nach vier Erfolgen verlor das Team am Sonnabend in der 2. Handball-Bundesliga beim Wilhelmshavener HV mit 27:30. Dennoch bleibt das Team von Lars Rabenhorst Tabellenfünfter.

Der Trainer konnte vor der Partie aufatmen: Sven Thormann war nach einer Woche Fieber einsatzfähig. Dennoch war zu merken, dass der Rückraumakteur noch nicht wieder in Hochform war. Miroslav Gudz spielte mit Schmerzen im Daumen. Die Schinderei hätte sich auch fast gelohnt, wären da nicht die Schlussminuten gewesen.

Der WHV deckte zu Beginn sehr aggressiv den Rostocker Rückraum, so dass der völlig abgemeldet war. Dafür erzielte Kreisläufer Jens Dethloff bis zum 7:9 (18.) sechs Tore. Nach vier Wilhelmshavener Treffern lagen die Gäste mit 7:13 (21.) im Rückstand. In der Schlussphase der ersten Hälfte wurde aber zur Aufholjagd geblasen. Robert Runge traf allein viermal. Zur Pause stand es nur noch 14:16 bei dem ehemaligen Erstligisten aus Niedersachsen.

Nach dem Wechsel konnte Rostock dreimal ausgleichen, aber nie in Führung gehen. Beim 26:26 (53.) hätte Empor die Chance dazu gehabt, denn René Drechsler saß auf der Strafbank, und die Gäste hatten einen Mann mehr auf dem Parkett. Doch die Unkonzentriertheit machte den Ostseestädtern einen Strich durch die Rechnung: Es wird verworfen und der Ball dem Gegner zugespielt, der sagt danke und trifft zweimal in Unterzahl, Wilhelmshaven hatte den nötigen Kampfgeist, der dem HCE fehlte. In den Schlussminuten band der Viertletzte den Sack zu.

Wilhelmshaven: Eilts, Krechel - F. Hesslein 4,

Geppert 5, Maas 3, Warnecke 6, T. Hesslein, Drechsler 1, Arvidsson 3, Vorontsov, Barkow, Staszewski, Köhrmann 8/3. Rostock: Herold, Schröder - Ehlers 2, Dethloff 8, Runge 5, Todosijevic 4/1, Bruna 3/1, Gruszka 1, Gudz, Thormann 4, Köhler (nicht eingesetzt), Höwt (n. e.)

Siebenmeter: Wilhelmshaven 3/3, Rostock 2/2

Zeitstrafen: Wilhelmshaven 8, Rostock 8 Minuten

Schiedsrichter: Gehle/Osebold (Schwelm/

Hagen). Zuschauer: 1400

Lars Rabenhorst: Wir sind schlecht in das Spiel gekommen, unsere Deckung war ziemlich löchrig. Wir ließen uns teilweise vom Gegner überlaufen und nahmen auch schlechte Würfe. Nachdem wir uns herangekämpft hatten, machten wir in der Schlussphase entscheidende Fehler. Das war der Knackpunkt. Wenn man da etwas abgezockter ist, nimmt man den Sieg mit.

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