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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 15:53 Uhr

gesund in rostock : Zum Glück in den besten Händen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christine Schwarz-Hase ist einer Amputation entgangen

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Als Christine Schwarz-Hase ins Klinikum Südstadt kam, waren ihr Zeigefinger und Daumen blau angelaufen. „Meine Finger fühlten sich leblos an. Selbst im Ruhezustand hatte ich starke Schmerzen“, erinnert sich die Rostockerin. Dass sie im Anschluss 26 Tage im Krankenhaus bleiben würde, wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Ich hatte seit April Probleme mit meiner Hand. Die Therapie, die mein Hausarzt ansetzte, verbesserte die Situation nicht“, erzählt Schwarz-Hase. Im Klinikum Südstadt stellten die Mediziner dann fest, dass mindestens zwei Arterien in der rechten Hand der Patientin verschlossen waren. Blutgerinnsel hatten die Arterien verstopft, sodass die Blutzufuhr zu den Fingern stark eingeschränkt war. „Ich hatte große Angst. Das hätte auch eine Amputation bedeuten können.“ Warum es zu dem Arterienverschluss kam, kann sich Christine Schwarz-Hase nicht erklären. Sie lebe gesund, bewege sich, rauche nicht, achte auf ihre Ernährung. „Ich habe mich auch gefragt, wo ich im Körper noch solche Verschlüsse haben könnte.“
Sie sei umfassend untersucht worden. „So wurde ich in meinem ganzen Leben noch nicht durchleuchtet“, betont die Rostockerin. Dabei sei festgestellt worden, dass eine chronische Entzündung im Darm den Arterienverschluss ausgelöst hat. „Die Entzündung hat sich symptomatisch nicht als Darmerkrankung gezeigt. Die Symptomatik waren die Finger“, erklärt Radiologe Dr. Klaus-Rainer Bogun, der an den Untersuchungen von Christine Schwarz-Hase beteiligt war. „Solche Erkrankungen finden wir eher im Fuß- oder Zehenbereich. Die Lokalisation in den Fingern ist ungewöhnlich“, ergänzt sein Kollege Dr. Volker Harder. Die Behandlung habe sich daher als kompliziert herausgestellt. „Wir haben die Möglichkeit einer Operation besprochen, uns dann aber im Kollektiv für eine intensive medikamentöse Behandlung entschieden, die ohne die Intensivbetreuung einer Klinik so nicht möglich gewesen wäre“, erläutert Dr. Harder.
Mit Erfolg: „Meine Finger sind warm und rosig“, sagt Schwarz-Hase nach ihrem Klinikaufenthalt. Bewegungseinschränkungen werden aber bleiben. „Sie wird die Finger nicht vollständig belasten können. Die Greiffunktion bleibt eingeschränkt. Vieles im Leben der Patientin wird sich ändern“, weiß Oberarzt Harder.
Nach 26 Tagen in der Klinik muss sich Christine Schwarz-Hase erst einmal regenerieren „Mein Mikrokosmos ist noch ganz schön durcheinander. Ich werde eine Weile brauchen, um mich vollständig zu erholen.“ Die Gefäße in ihrem Finger bilden sich langsam neu. Damit es zu keinem erneuten Verschluss kommt, müsse sie Blutverdünner nehmen. Was die Nachbehandlung anbelangt, so bleibe sie mit den Ärzten der Klinik in Kontakt.

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