zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. November 2017 | 19:01 Uhr

IGA-Park Rostock : Zukunftsstreit vertagt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Erst das Geld, dann die Entwicklung – Hauptausschuss will Ergebnisse einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe abwarten

von
erstellt am 16.Dez.2014 | 23:00 Uhr

Der Streit um die Zukunft des IGA-Parks bleibt vorerst ungeklärt:Der Hauptausschuss hat einen Beschluss zur möglichen Auflösung der IGA-Gesellschaft vertagt. Die Rostocker Verkehrs- und Versorgungsholding (RVV) hatte in einer Analyse empfohlen, die Aufgaben inklusive der 25 Mitarbeiter auf die städtischen Ämter zu übertragen. Dort könnten sie effizienter erfüllt werden. Die Entscheidung darüber kann die Bürgerschaft frühestens am 28. Januar treffen.

Bis dahin sollen auch die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe (AG) vorliegen, deren Installation die Bürgerschaft nach der ersten Beschlussfassung im Frühjahr auf ihrer Dezember-Sitzung noch einmal vom Rathaus verlangt hatte. Anders als beschlossen, wird diese nun aber ausschließlich aus Vertretern städtischer Ämter und der RVV zusammengesetzt sein. Das kündigte der designierte AG-Leiter, Finanzsenator Chris Müller (SPD), gestern an. Eigentlich sollten auch Vertreter der IGA GmbH, Bürgerschaftsmitglieder und weitere externe Fachleute hinzugezogen werden.

„Ziel der AG ist es, die finanziellen Dimensionen der verschiedenen Szenarien zu beleuchten“, sagt Müller. Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund des Sparzwangs, der Rostock vom Innenministerium auferlegt werde. Außerdem solle die Arbeitsgruppe bei der Landesregierung um finanzielle Unterstützung für die Umsetzung des Entwicklungskonzepts werben, so Müller.

Kritik kommt von Sybille Bachmann, Chefin der Fraktion Rostocker Bund/ Graue/Aufbruch 09. Aufgabe der AG sei es, Vorschläge zu unterbreiten, wie das Park- und Museumskonzept umgesetzt werden könne. „Es kann nicht Sinn und Zweck sein, dass die Arbeitsgruppe am Ende feststellt, dass wir uns die Entwicklung haushaltsmäßig nicht leisten können“, sagt sie. Zudem sei sie der Überzeugung, dass eine Auflösung der IGA-Gesellschaft keinen Spareffekt nach sich ziehen würde: „Die Aufgaben in den Ämtern zu erledigen, wird genauso teuer, wenn nicht teurer.“ Den bisherigen IGA-Zuschuss von 2,1 Millionen Euro will die Verwaltung in jedem Fall in gleicher Höhe erhalten.

Bis zur endgültigen Entscheidung bleibt die IGA-Gesellschaft bestehen. Den Vertrag mit der kommissarischen Geschäftsführerin Ilka Müller hat der Ausschuss gestern bis Ende Januar verlängert. Danach könnte RVV-Chef Jochen Bruhn den Job übernehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen