zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 03:22 Uhr

Zugewuchert: Sternguckern fehlt der Durchblick

vom

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2009 | 11:23 Uhr

Rostock - Bernd Lietzow schaut durch das Teleskop in der Rostocker Sternwarte und sieht - erstmal nur Äste. Der Bick auf den untergehenden Mond bleibt ihm verwehrt. Der Grund: Bäume versperren dem Sternengucker die Sicht. "Gerade Richtung Westen neigen sich die Beobachtungsobjekte dem Horizont zu", sagt Lietzow. Deshalb greifen Gartenbauarbeiter und Astronomischer Verein jetzt zur Kettensäge: Die Bäume zwischen Nelken- und Tulpenweg kommen weg. Das ganze soll in den Winterferien über die Bühne gehen.

Sichtachse nach Westen frei halten"Wir können natürlich keinen Kahlschlag machen", sagt Steffie Soldan vom Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege. Aber immerhin wird der dringendste Wunsch des Astronomischen Vereins erfüllt, der freie Blick nach Westen. "In der Richtung behindert kein Streulicht aus der Stadt den Blick", sagt Lietzow. Anstelle der Bäume werden Sträucher gepflanzt, um den Sichtschutz der Anwohner zu gewährleisten.

"Wir legen Wert darauf, dass alle Beteiligten, also auch die Anwohner, informiert sind und Verständnis zeigen", sagt Lietzow. Deshalb haben die Vereinsmitglieder verstärkt das Gespräch mit den Nachbarn gesucht. Nachdem die Bäume gefällt sind, werden sie in Aktion treten und in einem Arbeitseinsatz wieder für klar Schiff in den Gärten sorgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen